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Brennende Tanker in der Straße von Hormus nach neuen Explosionen

In der Straße von Hormus sind zwei Öltanker nach Explosionen in Brand geraten. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die Schiffe seien auf Minen aufgefahren. Das US-Militär setzte unterdessen seine Luftangriffe auf iranische Ziele fort.

Brennende Tanker in der Straße von Hormus nach neuen Explosionen
Liveblog Irankrieg: Berichte über brennende Tanker in der Straße von Hormus
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In der Straße von Hormus sind am Dienstag zwei Öltanker nach Explosionen in Brand geraten. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, die Schiffe seien beim Durchqueren eines verminten Seegebiets auf Minen aufgelaufen. Die genaue Ursache der Explosionen war zunächst unklar, doch die Vorfälle ereigneten sich vor dem Hintergrund der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran.

Das US-Militär hatte zuvor die siebte Nacht in Folge Luftangriffe auf iranische Ziele geflogen. Nach Angaben des Pentagons sollten die Angriffe die militärischen Fähigkeiten des Iran weiter schwächen. Die Operationen konzentrierten sich auf Einrichtungen der Revolutionsgarden sowie auf Raketen- und Drohnenstellungen. Berichte über zivile Opfer lagen zunächst nicht vor.

Parallel zu den Angriffen meldeten die Behörden in Bahrain erneut heulende Sirenen. Die Inselnation, in der die US-Marineflotte im Persischen Golf stationiert ist, war in den vergangenen Tagen mehrfach Ziel iranischer Raketenangriffe. Die Revolutionsgarden bestätigten, dass sie Bahrain angegriffen hätten, und drohten mit weiteren Attacken, falls die USA ihre Luftangriffe nicht einstellten.

Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport, bleibt damit ein zentraler Schauplatz des Konflikts. Die iranischen Revolutionsgarden gaben zudem bekannt, dass sie vier Tanker in der Meerenge aufgebracht hätten. Die Schiffe seien kontrolliert und vorübergehend festgesetzt worden. Die Besatzungen befänden sich in Sicherheit, hieß es.

UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich tief besorgt über die Eskalation. In einer Stellungnahme bezeichnete er die Angriffe auf zivile Infrastruktur als „inakzeptabel“ und rief beide Seiten zur sofortigen Deeskalation auf. Die internationale Gemeinschaft dürfe nicht zulassen, dass die Region in einen offenen Krieg abgleite, warnte Guterres.

Die jüngsten Entwicklungen haben die Spannungen im Nahen Osten weiter verschärft. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hatte sich in den vergangenen Wochen dramatisch zugespitzt, nachdem Washington dem Iran vorgeworfen hatte, für eine Reihe von Angriffen auf Handelsschiffe im Persischen Golf verantwortlich zu sein. Teheran wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer „Provokation“ durch die USA.

Die Europäische Union und mehrere arabische Staaten riefen zur Zurückhaltung auf. Saudi-Arabien, das selbst ein starkes Interesse an der Stabilität der Öltransitrouten hat, bot seine Vermittlung an. Bislang blieben diplomatische Bemühungen jedoch erfolglos.

Die Lage in der Straße von Hormus bleibt angespannt. Schifffahrtsunternehmen wurden aufgefordert, die Region zu meiden. Die Ölpreise reagierten auf die Nachrichten mit einem deutlichen Anstieg. Analysten warnen vor einer möglichen Unterbrechung der Lieferketten, falls die Kämpfe anhalten.

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.