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Dienstag, 15. September 2026

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Bundesweiter Warntag am 10. September: Auch Leipzig testet Sirenen und Handy-Alarm

Am 10. September heulen bundesweit die Sirenen: Auch Leipzig nimmt am nationalen Warntag teil. Um 11 Uhr werden Warnmeldungen über Sirenen, Apps und Cell Broadcast verschickt. Bürger können anschließend an einer Online-Befragung teilnehmen.

Am Donnerstag, dem 10. September, steht in ganz Deutschland der Ernstfall auf dem Prüfstand. Auch in Leipzig werden um 11 Uhr die Sirenen heulen und Warnmeldungen auf vielen Smartphones erscheinen. Der bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen, um die Bevölkerung für den Katastrophenfall zu sensibilisieren und die technischen Abläufe der Warnkette zu überprüfen.

Ausgelöst wird der Probealarm über das Modulare Warnsystem des Bundes, kurz MoWaS. Über dieses System verschickt der Bund einen Warntext an Rundfunksender und App-Anbieter, die die Meldung zeitversetzt an Fernseher, Radios und Mobiltelefone weiterleiten. Gegen 11.45 Uhr erfolgt dann die Entwarnung. In Leipzig kommen beim Warntag gleich mehrere Warnmittel gleichzeitig zum Einsatz: Neben den Sirenen werden auch digitale Stadtinformationstafeln rund um den Hauptbahnhof angesteuert und Lautsprecherdurchsagen abgesetzt.

Direkt auf das Handy gelangt die Warnung in Leipzig über das Cell-Broadcast-Verfahren sowie über die Warn-Apps Nina und Katwarn. Cell Broadcast hat den Vorteil, dass die Nachricht automatisch an alle kompatiblen Geräte in der betroffenen Funkzelle gesendet wird, ohne dass eine App installiert sein muss. Damit auch Menschen mit geringen Deutschkenntnissen erreicht werden, stehen die Warntexte mehrsprachig zur Verfügung.

Für die Bevölkerung ist es wichtig, die Signale zu unterscheiden: Ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton signalisiert eine ernste Gefahr und fordert dazu auf, Schutz zu suchen und weitere Informationen einzuholen. Ein einminütiger Dauerton hingegen bedeutet die Entwarnung. Da die Teilnahme am Warntag für die Kommunen freiwillig ist, testen jedoch nicht alle Städte und Gemeinden jeden Kanal vollständig. In einigen Regionen kann es daher sein, dass nicht alle Warnmittel ausgelöst werden.

Nach dem Probealarm haben Bürgerinnen und Bürger vom 10. bis 17. September die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Beobachtungen in einer Online-Befragung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mitzuteilen. Die Rückmeldungen helfen den Behörden, Schwachstellen im Warnsystem zu erkennen und die Abläufe für den Ernstfall zu verbessern. Der Warntag findet seit 2020 regelmäßig statt und dient dazu, die technische Infrastruktur und die Wahrnehmung der Warnsignale in der Bevölkerung zu stärken.

Dominik Zimmermann

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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