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Montag, 31. August 2026

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Schweden unter Schock: Ein Toter nach Schwert-Attacke an Schule

Ein Toter bei Schwertangriff an Schule in Schweden

Bei einem Angriff mit einem Schwert an einer weiterführenden Schule in Fagersta ist ein Mensch getötet worden. Drei Personen wurden verletzt, der 18-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen.

Bei einem Angriff mit einem Schwert an einer Schule in der schwedischen Stadt Fagersta ist am Freitag ein Mensch getötet worden. Die Polizei entdeckte die tote Person im Schulgebäude, wie ein Sprecher bei einer Pressekonferenz am Abend mitteilte. Drei weitere Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. Nach Angaben des schwedischen Rundfunks handelt es sich bei den Verletzten um minderjährige Jungen.

Der mutmaßliche Täter, ein 18-jähriger Mann, wurde kurz nach der Tat festgenommen. Die Polizei gab dabei Schüsse ab, wie es in einer Mitteilung hieß. Boulevardmedien berichteten, der Angreifer sei ins Bein geschossen worden. Ein Motiv nannten die Ermittler zunächst nicht. „Es ist zu früh, um etwas zu einem möglichen Motiv zu sagen“, erklärte ein Polizeisprecher. Nach Informationen des schwedischen Rundfunks soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen früheren Schüler der weiterführenden Schule handeln. Er habe Verbindungen zu zwei Adressen in Fagersta, wo Durchsuchungen stattfanden. Die Polizei gehe derzeit nicht von weiteren Tätern aus.

Der Alarm war um 14.06 Uhr eingegangen, um 14.16 Uhr wurde der Angreifer überwältigt. Medien berichteten von mehreren Rettungswagen und einem Polizeihubschrauber am Einsatzort. Die Beamten durchsuchten das Gebäude, befragten Zeugen und leiteten eine technische Untersuchung ein. „Wir werden auch prüfen, ob es möglicherweise Kameraaufnahmen gibt, die für die Ermittlungen hilfreich sein könnten“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur TT. Da es sehr viele Zeugen gebe, wollte sich die Polizei zunächst nicht weiter äußern, um laufende Befragungen nicht zu beeinflussen.

Ein Schüler schilderte dem schwedischen Fernsehen dramatische Szenen. Er habe gesehen, wie der Angreifer einen Mitschüler in den Arm gestochen habe. „Sein ganzer Arm war voller Blut, er sagte: ‚Ruft die Polizei! Ruft die Polizei!‘“ Plötzlich seien alle gerannt. Ein anderer Schüler sagte: „Ich fühle mich nicht sicher. Und ich bin traurig.“ Die Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Tat noch in der Schule befanden, durften das Gebäude stundenlang nicht verlassen. Besorgte Eltern warteten auf dem Schulhof, manche weinten. Eine Frau, deren Tochter in der Schule ausharren musste, sagte: „Man ist unruhig.“ Das Mädchen habe große Angst. Gegen 18 Uhr gab die Kommune Entwarnung, die Eltern konnten ihre Kinder abholen. Auch andere Kindergärten und Schulen in der Umgebung hatten Kinder aus Sicherheitsgründen zunächst behalten müssen.

Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson schrieb in einer SMS an den Sender SVT, man wisse noch nicht, was hinter der Tat stecke, „aber wir wissen, dass die Polizei sehr intensiv arbeitet“. Justizminister Gunnar Strömmer sagte, die Regierung stehe in engem Kontakt mit der Polizei und verfolge die Entwicklungen laufend. Die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, schrieb auf der Plattform X: „Schreckliche Nachrichten aus Fagersta. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und allen, die davon berührt sind.“ Ganz Schweden stehe in dieser schweren Stunde an der Seite von Fagersta.

Am späten Abend drückte auch König Carl XVI. Gustaf den Betroffenen sein Mitgefühl aus. „Mit Bestürzung und Trauer haben wir die Nachricht aufgenommen, dass Schweden erneut von einem Angriff an einer Schule getroffen wurde“, hieß es in einer Mitteilung des Königshauses. Er wolle auch sein Verständnis für die Unruhe ausdrücken, die das bei Schülern, Schulmitarbeitern und Eltern in Fagersta und in der ganzen Gesellschaft auslöse. Erst im Februar 2025 waren bei einem Amoklauf an einer Schule in Örebro elf Menschen getötet worden. Bei der betroffenen Schule in Fagersta handelt es sich um eine weiterführende Schule mit rund 500 Schülerinnen und Schülern.

Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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