Gesperrte B101 bei Trebbin soll Mitte November wieder freigegeben werden
Die Bundesstraße 101 ist im Bereich der Grünbrücke an der Ortsumfahrung Thyrow seit Ende Juli voll gesperrt. Grund sind Risse im Holztragwerk. Das Verkehrsministerium hat nun ein Konzept zur Sicherung vorgelegt, die Freigabe ist für Mitte November geplant.
Die vollständig gesperrte Bundesstraße 101 im Bereich der Grünbrücke an der Ortsumfahrung Thyrow im Landkreis Teltow-Fläming soll voraussichtlich bis Mitte November wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das teilte das Brandenburger Verkehrsministerium mit. Es liege nun ein tragfähiges Konzept zur bautechnischen Sicherung des Bauwerks vor, nachdem bei einer Untersuchung Risse entdeckt worden waren, die die Stand- und Tragsicherheit der Brücke gefährden.
Die Strecke war am 31. Juli gesperrt worden, nachdem die Schäden an der Grünbrücke, die über die B101 führt, festgestellt worden waren. Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) erläuterte das weitere Vorgehen: „Die festgestellten Risse im Holztragwerk können mit einem speziellen Verfahren verpresst und damit geschlossen werden.“ Auf diese Weise könne die Grünbrücke bautechnisch gesichert werden und erhalten bleiben, so der Minister. Die Reparaturarbeiten sollen nun zügig eingeleitet werden, um die wichtige Verbindung in der Region zwischen Berlin und dem südlichen Umland wieder nutzbar zu machen.
Die Grünbrücke dient dazu, Wildtieren eine gefahrlose Querung der vielbefahrenen Bundesstraße zu ermöglichen und so die Landschaftsräume beiderseits der Trasse zu vernetzen. Derartige Bauwerke sind Teil von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Zuge von Straßenbauprojekten. Die Sperrung der B101 hatte für den örtlichen Verkehr erhebliche Umwege zur Folge, da die Ortsumfahrung Thyrow eine zentrale Rolle im regionalen Straßennetz spielt. Pendler und Anwohner mussten seit Ende Juli auf Ausweichstrecken ausweichen, was zu längeren Fahrzeiten und einer höheren Belastung der Nebenstraßen führte.
Die nun geplante Instandsetzung mit dem Verpressverfahren gilt als vergleichsweise schonende Methode, um Risse in Holzkonstruktionen dauerhaft zu schließen. Dabei wird ein spezielles Harz oder ein vergleichbares Material unter Druck in die Rissstruktur eingebracht, um die Tragfähigkeit des Holzes wiederherzustellen. Das Ministerium zeigte sich zuversichtlich, dass die Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden können und die Bundesstraße Mitte November wieder durchgehend befahrbar sein wird. Eine genaue Angabe zu den Kosten der Reparatur wurde zunächst nicht gemacht.




