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Selenskyj meldet Rückkehr evakuierter Menschen aus Oleschky in die Ukraine

Aus der von russischen Truppen besetzten Stadt Oleschky Gerettete haben die ukrainische Grenze im Gebiet Tschernihiw überquert. Präsident Selenskyj dankte den USA und Melania Trump für die Vermittlung einer Waffenruhe.

Aus der von russischen Truppen besetzten südukrainischen Frontstadt Oleschky Gerettete sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wieder in der Ukraine. Zum jetzigen Zeitpunkt hätten ukrainische Bürger aus Oleschky die ukrainische Grenze im Gebiet Tschernihiw überquert, teilte Selenskyj in sozialen Medien mit.

Die Region Tschernihiw grenzt an Belarus. Auf dem Weg aus der Trümmerstadt Oleschky hatten die geretteten Menschen gemeinsam mit einer Delegation um den ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez zunächst eine Zwischenetappe in Belarus eingelegt. Die US-First-Lady Melania Trump hatte die Evakuierung vermittelt und dafür eine Waffenruhe für die Zeit der Evakuierung erwirkt. Selenskyj dankte der US-Seite, Melania Trump und Lubinez für ihren Einsatz.

Bei der Evakuierung am Vortag hatten die Menschen nach russischen und ukrainischen Angaben die Wahl, sich für eine Ausreise aus der Trümmerstadt oder für den Verbleib dort zu entscheiden. Der ukrainische Beauftragte Lubinez und seine russische Kollegin Jana Lantratowa hatten die Evakuierung am Freitag persönlich begleitet. Die Waffenruhe für das Gebiet Cherson, das teils von Russland, teils von der Ukraine kontrolliert wird, endet laut Berichten am Sonntagabend.

Selenskyj erklärte, die Ukraine hoffe, dass der humanitäre Zugang zu Oleschky bestehen bleibe. Weitere Schritte in Richtung Deeskalation und echter Fortschritt in Richtung Frieden seien nötig. Dazu veröffentlichte er ein Video, das Menschen mit ukrainischen Fahnen in einem Bus zeigt, und hob damit die Rückkehr der Geretteten hervor.

Selenskyj selbst befindet sich derzeit in Istanbul. Dort will er nach eigenen Angaben den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan treffen. Auf der Agenda stehen unter anderem die bilateralen Beziehungen beider Staaten und die Schifffahrt im Schwarzen Meer.

Die Evakuierung fällt in eine Phase, in der sich der Krieg in der Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren hinzieht. Russland hat den Donbass trotz jahrelanger Angriffe nicht vollständig erobert, an mehreren Frontabschnitten stockt die Offensive, und ukrainische Einheiten gewinnen stellenweise Gelände zurück. Zugleich erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck auf Kiew, und europäische Regierungschefs suchen erneut das Gespräch mit Moskau.

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Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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