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Montag, 31. August 2026

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Sorge um König Harald: Familie eilt ins Krankenhaus, Blumen am Schloss

Der Gesundheitszustand von König Harald V. von Norwegen hat sich verschlechtert. Die Königsfamilie versammelt sich im Osloer Rikshospitalet, Menschen legen Blumen nieder, Ministerpräsident Støre sagt seine Deutschlandreise ab.

Die Sorge um den norwegischen König Harald V. wächst: Der Gesundheitszustand des 89-Jährigen hat sich nach Angaben des Königshauses erneut verschlechtert. Die Lage sei „sehr ernst“, hieß es am Donnerstagmorgen auf der offiziellen Internetseite des Hofes. Vor dem Königlichen Schloss in Oslo legten Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an, um ihre Anteilnahme auszudrücken.

Die Königsfamilie eilte daraufhin ins Osloer Rikshospitalet, wo Harald seit mehr als einer Woche behandelt wird. Kronprinz Haakon (53) und Kronprinzessin Mette-Marit (53) erreichten die Klinik kurz nach der Mitteilung des Hofes, beide in schwarzer Kleidung, der Kronprinz mit schwarzer Krawatte. Sie wirkten den Berichten zufolge sichtlich mitgenommen. Kurz darauf traf Königin Sonja (89) ein, gefolgt von Prinzessin Astrid (94), Prinz Sverre Magnus (20) und Prinzessin Ingrid Alexandra (22).

Auch Marius Borg Høiby (29), der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, wurde am Donnerstagvormittag in der Klinik gesichtet. Die Zeitung „Vårt Land“ veröffentlichte ein Foto von ihm im Krankenhaus. Høiby trägt derzeit eine elektronische Fußfessel und wartet auf sein Berufungsverfahren. Die Zeitung „VG“ begründete seine Anwesenheit damit, dass er als Teil der Königsfamilie aufgewachsen sei und sein Erscheinen zeige, wie die Familie mit der Lage umgehe.

Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (66) sagte eine für Donnerstag geplante Reise nach Deutschland ab. Er sei von der Nachricht stark berührt, erklärte er gegenüber „VG“. Das ganze Land stehe hinter dem König und seiner Familie. Auf dem Slottsplassen vor dem Schloss sprach die Zeitung mit sichtlich bewegten Passanten, die die Nachrichten über den Monarchen verfolgten.

Der König liegt seit Montag vergangener Woche in der Klinik und ist seither krankgeschrieben. Kronprinz Haakon vertritt ihn als Regent. Am Sonntagabend hatte sich der Zustand nach Angaben des Hofes verschlechtert, Harald erhielt Antibiotika gegen eine Infektion mit Bakterien im Blut. Am Montag hieß es aus dem Schloss, es gebe keine wesentlichen Veränderungen. Am Donnerstagmorgen folgte die Nachricht über die erneute Verschlechterung.

Professor und Oberarzt Bjørn Tore Gjertsen sagte der Zeitung, nach allem, was bekannt sei, und nach der Zeit, die inzwischen vergangen sei, müsse man auf das Schlimmste vorbereitet sein. Bereits zu Wochenbeginn hatte der Hämatologe Sigbjørn Berentsen erklärt, eine durch Bakterien im Blut ausgelöste Infektion sei unbehandelt oft tödlich, aber auch mit Behandlung nicht ohne Risiko.

„VG“-Königshausreporter Yngve Kvistad sagte, man wisse natürlich nichts, aber jetzt spitze es sich zu. Es sei keineswegs sicher, ob der König die Krankheit überlebe. Frøy Gudbrandsen, politische Redakteurin von „VG“, nannte Harald einen festen Bezugspunkt über Jahrzehnte hinweg. Gerade in schweren Zeiten sei er für die Norwegerinnen und Norweger da gewesen, als Mensch und als König.

Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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