Trump nimmt mehr als zehn Kilogramm zu – Ärzte zeigen sich besorgt
Eine Auswertung der „New York Times“ zeigt: US-Präsident Donald Trump hat in drei Jahren deutlich an Gewicht zugelegt. Mediziner warnen vor gesundheitlichen Risiken. Zudem berichtet der Newsblog über neue US-Sanktionen gegen den Iran und ein Kopfgeld auf Trumps Sohn Barron.
US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen drei Jahren um 23 Pfund (10,5 Kilogramm) zugenommen. Das ergab eine Auswertung der „New York Times“ auf Basis öffentlich zugänglicher Dokumente. Wog Trump im August 2023 noch 97,5 Kilogramm, waren es im Mai 2026 bereits 108 Kilogramm. Damit liegt sein Body-Mass-Index (BMI) bei 29,7 – nur knapp unter der Schwelle von 30, ab der Mediziner von Fettleibigkeit sprechen.
Mehrere Gesundheitsexperten äußern sich angesichts dieser Entwicklung besorgt. Scott Kahan von der George-Washington-Universität sagte der Zeitung: „Wir wissen, dass Übergewicht ein starker Risikofaktor für eine ganze Reihe gesundheitlicher Probleme ist – inklusive Behinderung und Tod.“ Er forderte, Trumps Gesundheit müsse eine Priorität sein, „die dem Schutz seines Lebens durch den Secret Service gleichkommt“. Auch David Kessler, Gesundheitsexperte unter den Regierungen von George H. W. Bush und Bill Clinton, warnte: „Das Bauchfett ist Fett an der Leber, Pankreas und am Herzen, wo es nicht hingehört.“
Trump selbst weist Spekulationen über seine Gesundheit regelmäßig zurück. Ganz verhindern kann er die öffentliche Diskussion nicht: Immer wieder thematisieren Medien neben seinem Gewicht auch Verfärbungen an seiner Hand sowie Anzeichen von Müdigkeit und Konzentrationsschwächen. Seine Ärzte bescheinigen dem Präsidenten offiziell eine ausgezeichnete Gesundheit, weisen jedoch seit Jahren auf seine ungesunden Essgewohnheiten hin. Trump macht aus seiner Vorliebe für Softdrinks und Fast Food, insbesondere McDonald’s, kein Geheimnis.
Unterdessen haben die USA ihre Sanktionen gegen Syrien weiter gelockert. Die Regierung in Washington strich das Land am Montag nach fast fünf Jahrzehnten von der Liste der „staatlichen Unterstützer des Terrorismus“, wie das Außenministerium mitteilte. Syrien war Ende 1979 erstmals auf die Schwarze Liste gesetzt worden, was Investitionen in das Land weitgehend unterband. Finanzminister Scott Bessent erklärte: „Die heutige Maßnahme wird dazu beitragen, zusätzliche Investitionen in Syrien zu fördern, um die politische und wirtschaftliche Stabilität zu unterstützen.“ Trump hatte die meisten Sanktionen gegen Syrien bereits im Juni 2025 aufgehoben, nachdem der langjährige Machthaber Baschar al-Assad im Dezember 2024 gestürzt worden war.
Mit dem neuen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa pflegt Trump trotz Kritik aus Israel enge Beziehungen. Zuletzt trafen sich beide im Juli am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. Al-Scharaa war früher Kämpfer der islamistischen HTS-Miliz, unter deren Führung al-Assad gestürzt wurde.
Im Fall des Iran verschärft sich die Lage weiter. Das iranische Staatsfernsehen hat ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar (8,5 Millionen Euro) auf Barron Trump, den Sohn des US-Präsidenten, ausgesetzt. Der Bericht wurde von den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) verbreitet und lief auf Kanal 3 des Staatsfernsehens. Der Beitrag trägt den Titel „Wo und wie sollen wir Barron Trump töten?“ und zeigt den Standort seiner Universität, Begleitfahrzeuge sowie Positionen von Secret-Service-Beamten. Seine Bewegungen würden vollständig überwacht, hieß es. Wer das Kopfgeld ausgesetzt hat, blieb zunächst unklar.
Es ist nicht das erste Drohvideo dieser Art. Bereits im Juli hatte die IRGC-nahe Nachrichtenagentur Tasnim einen Beitrag über die Wege von Melania Trump in New York veröffentlicht. Ende Mai berichtete die „New York Post“ über einen mutmaßlichen Anschlagsplan gegen Ivanka Trump. Auch gegen Donald Trump selbst richten sich seit der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen Ende Februar wiederholt Drohungen aus Teheran. Trump hatte im Januar gewarnt, ein Anschlag auf sein Leben werde eine drastische Reaktion der USA nach sich ziehen.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte am Montag in einem Telefoninterview mit dem Sender Channel 14, der Iran habe versucht, „einen meiner Söhne zu töten“. „Etwas Unglaubliches ist geschehen: Der Iran hat einen meiner Söhne ins Visier genommen“, sagte Netanjahu.
Parallel dazu verhängt die US-Regierung neue Sanktionen gegen den Iran. Im Rahmen der Operation „Economic Outcast“ will Washington Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Finanzminister Bessent sagte auf einer Pressekonferenz, die Maßnahmen zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden. Der Fokus liege auf digitalen Vermögenswerten, Technologie, Gold, der Luftfahrt und der Schifffahrt. Das Finanzministerium habe „jeden Knotenpunkt, jeden Vermittler und jedes Netzwerk erfasst, das der Iran für Ölschmuggel und die Umgehung von Sanktionen genutzt hat“, so Bessent. Mitarbeiter mehrerer US-Behörden träfen sich derzeit mit internationalen Partnern, um die Erwartungen Washingtons zu adressieren. Konkrete Länder oder Zeiträume nannte Bessent nicht.




