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USA bombardieren iranische Stellungen – Trump erwägt weitere Militärschläge

Nach einem iranischen Angriff auf US-Truppen haben die USA Luftangriffe auf Ziele im Iran geflogen. Präsident Trump droht mit harter Vergeltung, während neue Sanktionen verhängt werden. Die diplomatischen Hoffnungen scheinen vorerst zerschlagen.

USA bombardieren iranische Stellungen – Trump erwägt weitere Militärschläge
Lage im Überblick: US-Vergeltung nach Irans Angriff - Wie macht Trump weiter?
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Die USA haben mit Luftangriffen auf militärische Ziele im Iran auf einen versuchten Angriff der iranischen Revolutionsgarden reagiert. In der Nacht bombardierte das US-Regionalkommando Centcom unter anderem Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenverteidigungsanlagen. Der Angriff sei eine entschlossene Antwort auf die iranischen Attacken vom Vortag gewesen, teilte das Militär mit.

Der Iran hatte am Mittwoch einen Angriff auf eine US-Militärbasis in Jordanien verübt. Nach Angaben des US-Kommandos konnten alle abgefeuerten Raketen abgefangen werden. US-Präsident Donald Trump drohte umgehend mit Vergeltung. Nun setzten die USA ihre Drohung in die Tat um – mit Luftschlägen, die nach iranischen Medienberichten die südlichen Provinzen Buschehr und die Insel Gheschm in der Straße von Hormus trafen.

Die angespannte Lage hat sich damit weiter verschärft. Zuvor hatte es einige Nächte ohne US-Luftschläge gegeben, was Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung nährte. Der Iran hatte seine Angriffe ebenfalls vorübergehend eingestellt. Doch mit dem erneuten Schlagabtausch scheinen diese Hoffnungen vorerst zerschlagen. Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» sehen sich die iranischen Revolutionsgarden nun im Vorteil. Der Iran-Experte Hamidreza Azizi sprach von einer «dosierten Eskalation» – die Revolutionsgarden hätten seit dem Tod von Ayatollah Ali Chamenei eine dominantere Rolle in der Führung eingenommen.

US-Präsident Trump zeigte sich über die verfahrene Situation verärgert. Gegenüber Mitarbeitern soll er gesagt haben: «Wir werden sie hart treffen. Sie werden ordentlich Prügel kriegen.» Intern sei Trump überrascht, wie schwierig es sei, den Iran zu einer Einigung zu bewegen, zitierte NBC News einen US-Beamten. Zudem könnten sich Trumps Sicherheitsberater nicht auf eine einheitliche Strategie einigen.

Das US-Regionalkommando Centcom unter General Brad Cooper hat bereits eine Option für intensive Luftangriffe über zehn bis 14 Tage ausgearbeitet, um die iranischen Raketenkapazitäten zu schwächen. Trump steht vor der Wahl: Entweder er folgt Coopers Plan – obwohl es Warnungen gibt, dass den USA die Munition für die Luftabwehr ausgeht – oder er entscheidet sich für einen begrenzten Schlag, um den diplomatischen Weg offen zu halten. Ob die nun erfolgten Angriffe das letzte Wort waren, ist unklar.

Parallel zu den Militärschlägen verhängte die US-Regierung neue Sanktionen gegen den Iran. Sie richten sich gegen zwei Unternehmen, die nach US-Angaben an einem von den Revolutionsgarden unterstützten Erpressungssystem in der Straße von Hormus beteiligt sind. Handelsschiffe würden dort zu einer obligatorischen «Versicherung» gezwungen, um die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge passieren zu können. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte: «Die Vereinigten Staaten werden nicht zulassen, dass der Iran den globalen Handel als Geisel nimmt.»

Die Straße von Hormus ist seit Monaten ein zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran. Der Iran beansprucht die Kontrolle über die Meerenge, während die USA auf die Wiederherstellung der freien Schifffahrt drängen. Der Konflikt eskalierte Ende Februar, als die USA gemeinsam mit Israel einen Krieg gegen den Iran begannen. Mitte Juni vereinbarten beide Seiten ein Rahmenabkommen, das den Weg zu einer Beendigung des Kriegs ebnen sollte. Seit April galt eine Waffenruhe, die Trump jedoch für beendet erklärte. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an die vorläufige Absichtserklärung gebunden.

Ob es in den kommenden Tagen zu weiteren US-Luftangriffen kommt oder ob diplomatische Kanäle wieder genutzt werden, bleibt abzuwarten. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Sorge, da eine weitere Eskalation die Stabilität der gesamten Region gefährden könnte.