Wie geht es weiter mit der abschlagsfreien Frührente? Der Vorschläge der Rentenkommission sollten vollständig umgesetzt werden, hat Kanzler Merz angekündigt. Doch an der Abschaffung der abschlagsfreien Frührente gibt es CDU-intern Kritik. Was nun? Die "Rente mit 63" ist längst keine Rente mit 63 mehr, sondern aktuell eine mit 64,5 Jahren - und doch ist sie zum politischen Zankapfel geworden. Es geht um die Frage, ob die Ergebnisse der Rentenkommission - die die Abschaffung dieser abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren vorsehen - als Gesamtpaket noch einmal aufgeschnürt werden sollen. CSU-Chef Söder sprach sich gegen ein Aufschnüren aus. Denn sonst werde man auf die wichtige Lebens
frage der demografischen Entwicklung in Deutschland keine Antwort haben, sagte er im ARD-"Sommerinterview". Es brauche eine langfristige Antwort auf die Herausforderung der Demografie, und die Rentenreformkommission habe da gute Arbeit geleistet. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatte von einem "Gesamtkunstwerk" gesprochen. Bas: CDU muss ihre Position klären Sie fordert die Union nun auf, ihre Position zur Abschaffung zu klären. Sie sträube sich nicht dagegen, das Paket aufzuschnüren, wenn das Unionsmeinung wäre. "Das sehe ich aber noch nicht", sagte die SPD-Chefin im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Die Ost-Ministerpräsidenten der CDU müssten jetzt mit der Bundestags
fraktion der CDU/CSU klären, ob man die abschlagsfreie Frührente beibehalten wolle. "Die SPD wird sicherlich nicht dagegen sein", sagte die Ministerin. Die CDU sei immer die Partei gewesen, die die Frühverrentung habe abschaffen wollen. Die SPD hingegen habe sie eingeführt und habe immer vertreten, dass Menschen, die sehr, sehr lange eingezahlt und früh angefangen hätten zu arbeiten, auch die Möglichkeit haben müssten, früher auszusteigen. Zuvor hatte bereits SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf die CDU aufgefordert, ihre Position zu klären. Debatte in der Union Die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen
