Zwei AfD-Wahlplakate in Berlin-Spandau in Brand gesetzt
In der Nacht zu Samstag haben zwei Männer in Berlin-Spandau AfD-Wahlplakate in Brand gesetzt. Die Polizei nahm die Tatverdächtigen fest, der Staatsschutz ermittelt. Landesweit wurden bis Mitte August 227 Sachbeschädigungen an Wahlplakaten registriert, die AfD ist mit 117 Fällen am häufigsten betroffen.
In Berlin-Spandau sind in der Nacht zwei Wahlplakate der AfD in Brand gesetzt worden. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben am Samstagfrüh zwei Männer fest, die die Plakate beschädigt haben sollen. Ein 24-Jähriger und ein 26-Jähriger warfen demnach mutmaßlich brennbare Gegenstände auf jeweils ein Plakat am Falkenseer Damm und am Falkenseer Platz.
Die Feuerwehr löschte die brennenden Plakate. Die Polizei stellte die Personalien der Tatverdächtigen fest und entließ die Männer anschließend wieder. Die Ermittlungen übernahm der Staatsschutz des Landeskriminalamts. Der Vorfall ereignet sich rund einen Monat vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus.
Die jüngsten Vorfälle reihen sich in eine Serie von Beschädigungen an Wahlplakaten in der Hauptstadt ein. Nach aktuellen Zahlen der Berliner Polizei, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, wurden bis zum 17. August insgesamt 227 Sachbeschädigungen an Wahlplakaten gemeldet. Die AfD ist dabei mit Abstand am häufigsten betroffen: 117 Fälle wurden registriert, in denen Plakate der Partei zerstört oder beschädigt wurden.
Es folgen die CDU mit 33 gemeldeten Fällen, die SPD mit 23, die Linke mit 18 und die FDP mit 16. Deutlich seltener betroffen waren Bündnis 90/Die Grünen mit sieben Fällen, das BSW mit fünf und Volt mit drei gemeldeten Vorfällen. Bei einigen zerstörten Plakaten war eine Zuordnung zu einer Partei nicht mehr möglich, wie es aus den Polizeidaten weiter hervorgeht.
Die Häufung der Angriffe auf Wahlplakate der AfD hatte in den vergangenen Wochen wiederholt für Diskussionen gesorgt. Parteien und Polizei verweisen regelmäßig auf die Bedeutung des Wahlkampfs und die Notwendigkeit, dass politische Auseinandersetzungen mit demokratischen Mitteln geführt werden. Die Ermittlungen zu den jüngsten Brandstiftungen in Spandau dauern an.




