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Montag, 31. August 2026

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Zwölf Festnahmen nach Geisterfahrer-Unfall in England

Nach einem tödlichen Geisterfahrer-Unfall im Nordosten Englands hat die Polizei zwölf Menschen festgenommen. Die Behörden prüfen einen möglichen Zusammenhang mit einem gefährlichen Tiktok-Trend, bei dem rücksichtsloses Fahren gefilmt wird. Fünf junge Männer und zwei Polizisten kamen ums Leben.

Nach dem tödlichen Geisterfahrer-Unfall im Nordosten Englands hat die britische Polizei zwölf Menschen festgenommen. Die Festnahmen erfolgten, nachdem die Behörden vor einem gefährlichen Tiktok-Trend gewarnt hatten, bei dem Videos von rücksichtslosem Fahren hochgeladen werden. Bei dem aktuellen Vorfall gebe es jedoch keine Hinweise darauf, dass der Unfall zum Zweck der Veröffentlichung bei Tiktok gefilmt worden sei, teilte die Polizei in der Region Cleveland mit.

Bei einer Verfolgungsjagd waren vor wenigen Tagen fünf junge Männer im Alter zwischen 17 und 23 Jahren sowie zwei Polizisten ums Leben gekommen. Ein von der Polizei verfolgtes Auto war auf der Gegenfahrbahn einer Schnellstraße mit einem Polizeifahrzeug zusammengestoßen. Die Beamten verfolgten zwei Fahrzeuge mit gefälschten Nummernschildern, als sich der tödliche Unfall ereignete. Neun Männer und drei Frauen wurden unter anderem unter dem Verdacht der Mitgliedschaft in einer organisierten kriminellen Vereinigung und des Waffenbesitzes festgenommen. Vier der Insassen in dem verunglückten Auto seien polizeibekannt gewesen.

Der Unfall ereignete sich eine Woche, nachdem in Irland fünf Teenager ums Leben gekommen waren, als sie mit einem Auto in falscher Fahrtrichtung unterwegs waren und frontal mit einem anderen Fahrzeug zusammenstießen. Irlands Polizeichef Justin Kelly hatte erklärt, was dieses „rücksichtslose Verhalten noch empörender macht, ist die Tatsache, dass es in einigen Fällen für soziale Medien begangen wird“. Der britische Premier Andy Burnham sagte während seines Besuchs in der Ukraine: „Jeder, der gefährliches Fahren glorifiziert, macht etwas, das zutiefst verwerflich und nicht hinnehmbar ist.“

Die britische Regierung teilte mit, sie habe das Thema gegenüber den Betreibern von Internet-Plattformen, darunter Tiktok, angesprochen. Die britische Autobahngesellschaft National Highways meldete, in den zwölf Monaten bis zum Mai hätten sich 947 Geisterfahrer-Unfälle ereignet, etwas weniger als im gleichen Zeitraum zuvor. Laut der irischen Polizei gab es in diesem Jahr bislang 62 solcher Unfälle. Es sei kein Anstieg in jüngster Zeit verzeichnet worden, erklärte sie.

Der Betreiber der irischen Autobahnen teilte hingegen mit, seit Beginn des Jahres habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg der Geisterfahrer-Unfälle um 32 Prozent gegeben. „Die Lage gerät offensichtlich völlig außer Kontrolle“, erklärte die irische Polizeigewerkschaft GRA. Polizisten dürften Fahrzeuge, die auf Schnellstraßen in Gegenrichtung unterwegs seien, nicht verfolgen. Tiktok erklärte, Inhalte, die schwere Verletzungen zur Folge haben könnten, seien auf der Plattform streng verboten und würden entfernt.

Dominik Zimmermann

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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