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Montag, 28. September 2026

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Robin-Wood-Aktivisten protestieren mit Kletteraktion an CDU-Zentrale in Berlin

Aktivisten der Gruppe Robin Wood haben sich an der Fassade des Konrad-Adenauer-Hauses abgeseilt und ein Banner gegen die Klimapolitik der CDU-geführten Bundesregierung sowie gegen den Aufstieg der AfD befestigt.

Mit einer Kletteraktion an der CDU-Bundeszentrale in Berlin haben Aktivisten der Umweltgruppe Robin Wood gegen die Klimapolitik der CDU-geführten Bundesregierung protestiert und ein entschlosseneres Vorgehen gegen den Aufstieg der AfD gefordert. Die Aktivistinnen und Aktivisten seilten sich am Konrad-Adenauer-Haus ab und befestigten ein großes rotes Banner an der Fassade des Gebäudes.

Auf dem Banner stand nach Angaben der Gruppe: «Klare Kante gegen rechts – Sozialabbau beenden, Klimakrise bekämpfen!» Das Transparent verdeckte dabei das Konterfei des Berliner CDU-Spitzenkandidaten und bisherigen Finanzsenators Stefan Evers, das an der Fassade der Parteizentrale angebracht ist.

In einer Erklärung, die die Aktivisten vor Ort verteilten, hieß es, man protestiere gegen die Politik der CDU-geführten Bundesregierung, die den Klimaschutz «hinten runterfallen» lasse und keine Konzepte habe, um den Aufstieg der rechtsextremen AfD zu stoppen. Die Gruppe verknüpft damit zwei Themen: den Vorwurf einer unzureichenden Klimapolitik und die Forderung nach einer klaren Haltung gegenüber Rechtsextremismus.

Die Aktion richtete sich damit nicht nur an die Bundespartei, sondern auch an die Berliner Landespolitik. Stefan Evers, dessen Porträt durch das Banner verdeckt wurde, tritt für die CDU als Spitzenkandidat bei der Berliner Wahl an und war zuvor Finanzsenator der Stadt. Die Wahl des Ortes und die Platzierung des Banners machen den Bezug zur Hauptstadtpolitik und zur Rolle der CDU in Berlin deutlich.

Robin Wood ist eine Umweltschutzorganisation, die seit Jahren mit spektakulären Kletter- und Banneraktionen an Gebäuden auf klimapolitische Missstände aufmerksam macht. Die Gruppe wählt für ihre Proteste regelmäßig Orte mit hoher symbolischer Bedeutung, um politische Entscheidungsträger direkt zu adressieren und öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Die CDU stellt in der Bundesregierung den Kanzler und führt die Regierungsgeschäfte mit ihren Koalitionspartnern. Der Klimaschutz und der Umgang mit der AfD gehören zu den zentralen Konfliktlinien der aktuellen politischen Debatte in Deutschland. Die Protestaktion an der Parteizentrale fällt in eine Phase, in der über Klimaziele, soziale Einschnitte und den Umgang mit rechtsextremen Parteien intensiv diskutiert wird.

Ob die Aktion Folgen für den Parteibetrieb hatte oder ob die Polizei eingeschritten ist, ist nicht überliefert. Die Aktivisten konnten ihr Banner nach eigenen Angaben an der Fassade anbringen und Erklärungen an Passanten verteilen. Die Gruppe machte mit der Aktion ihre Forderungen an die Adresse der Regierung und der CDU öffentlich.

Die Kletteraktion reiht sich in eine Serie von Protesten ein, mit denen Umweltgruppen in Berlin und anderen deutschen Städten auf die ihrer Ansicht nach unzureichende Klimapolitik aufmerksam machen. Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder die Frage, wie konsequent die Regierung Klimaschutz vorantreibt und wie sie sich zugleich gegenüber rechtsextremen Kräften positioniert.

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Dominik Zimmermann

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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