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Montag, 5. Oktober 2026

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Umweltstaatssekretär Flasbarth wechselt zu Klimastiftung

Umweltstaatssekretär Flasbarth wechselt zur European Climate Foundation

Jochen Flasbarth verlässt das Bundesumweltministerium und wechselt 2026 zur European Climate Foundation. Heike Henn übernimmt sein Amt bereits im November.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, gibt sein Amt auf und wechselt im kommenden Jahr zur European Climate Foundation. Das teilte Umweltminister Carsten Schneider (SPD) in einem Schreiben an die Belegschaft mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der «Spiegel» über die Entscheidung des 64-Jährigen berichtet.

«Mit Jochen Flasbarth verlässt ein Urgestein der deutschen Umwelt- und Klimapolitik unser Haus», schrieb Schneider. Flasbarth habe in den zurückliegenden Jahrzehnten «die deutsche, europäische und internationale Umwelt- und Klimapolitik auf einzigartige Weise geprägt». Der Minister verwies auf dessen Stationen als Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), als Präsident des Umweltbundesamtes und als Staatssekretär im Bundesumweltministerium.

Flasbarth hatte das Amt des Staatssekretärs im Bundesumweltministerium bereits von 2013 bis 2021 inne. Bei der Regierungsbildung im Mai 2025 kehrte er als Staatssekretär in das Bundesministerium für Umwelt, Klima, Naturschutz und nukleare Sicherheit zurück. In der Zwischenzeit war er als Staatssekretär im Entwicklungsministerium tätig. Seine Nachfolge soll laut Schneider bereits im November Heike Henn übernehmen, die derzeit die Abteilung für Internationale Klimapolitik im Ministerium leitet.

Die European Climate Foundation mit Hauptsitz in Den Haag gilt als eine der weltweit wichtigsten Geldgeberinnen für klimapolitische Projekte. Im Jahr 2025 verfügte sie dem Bericht zufolge über ein Budget von fast 258 Millionen Euro. Flasbarths Wechsel zu der einflussreichen Stiftung unterstreicht die enge Verflechtung zwischen staatlicher Klimapolitik und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Mit dem Personalwechsel endet eine Ära im Bundesumweltministerium. Flasbarth prägte über Jahrzehnte die deutsche Klimadiplomatie und war an zahlreichen internationalen Verhandlungen beteiligt. Seine neue Aufgabe bei der European Climate Foundation dürfte ihm weiterhin Einfluss auf die europäische Klimapolitik sichern. Die Stiftung fördert Projekte, die sich für eine beschleunigte Energiewende und die Einhaltung internationaler Klimaziele einsetzen.

Die Nachfolge von Heike Henn tritt bereits im November an. Sie leitet bislang die Abteilung für Internationale Klimapolitik im Ministerium und bringt damit einschlägige Erfahrung mit. Ihre Ernennung zur Staatssekretärin erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung ihre Klimastrategie weiterentwickelt und auf europäischer Ebene abstimmt. Beobachter erwarten, dass Henn die Kontinuität in der deutschen Klimapolitik wahrt.

Der Wechsel Flasbarths zur European Climate Foundation ist auch vor dem Hintergrund der laufenden Debatte über die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen von Bedeutung. Die Stiftung mit Sitz in Den Haag unterstützt Projekte in ganz Europa und verfügt über erhebliche Mittel. Ihr Budget von fast 258 Millionen Euro im Jahr 2025 macht sie zu einem zentralen Akteur der europäischen Klimaszene. Flasbarths Erfahrung aus Regierungsämtern dürfte dort gefragt sein.

Das Bundesumweltministerium hat die Personalie offiziell bestätigt. Weitere Details zu Flasbarths künftiger Rolle bei der Stiftung wurden zunächst nicht bekannt. Der 64-Jährige wird sein Amt im Ministerium voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres aufgeben. Bis dahin bleibt er im Amt, während Heike Henn bereits im November die Aufgaben der Staatssekretärin übernimmt.

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Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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