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Dienstag, 1. September 2026

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Umfrage: Fast alle älteren Schüler nutzen KI für Hausaufgaben

Eine repräsentative Umfrage zeigt: Fast alle Schüler zwischen 16 und 19 Jahren nutzen Künstliche Intelligenz für Hausaufgaben und Referate. Viele greifen täglich auf die Tools zurück.

Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 19 Jahren nutzen einer Umfrage zufolge fast ausnahmslos Künstliche Intelligenz für schulische Zwecke. Das Meinungsforschungsinstitut Civey befragte im Auftrag des Telekommunikationskonzerns Vodafone 1.000 Jugendliche aller weiterführenden Schulformen. Das Ergebnis: Nur zwei Prozent der Befragten verzichten bei der Recherche für Referate oder Hausarbeiten vollständig auf KI-Unterstützung.

Die Nutzung ist dabei intensiv: 25 Prozent der Jugendlichen geben an, KI-Tools wie ChatGPT täglich für die Recherche zu verwenden, weitere 44 Prozent nutzen sie mehrmals pro Woche. 13 Prozent greifen einmal wöchentlich darauf zurück, neun Prozent mehrmals im Monat und sieben Prozent seltener. Bei der Erstellung von Hausaufgaben sieht das Bild ähnlich aus: 26 Prozent nutzen KI täglich, 40 Prozent mehrmals pro Woche. Nur vier Prozent der Befragten verzichten hier komplett auf die Technologie.

Darüber hinaus verwenden drei Viertel der Jugendlichen KI regelmäßig, um Lernstoff nach dem Unterricht zu Hause aufzubereiten. Vodafone bilanziert daraus, dass für etwa drei von vier Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren KI fester Bestandteil des Schulalltags geworden ist. Das Unternehmen hatte die Umfrage nach eigenen Angaben in Auftrag gegeben, weil es sich in Fragen der Medienkompetenz mit in der Verantwortung sieht.

Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot betonte, die Technologie solle das Denken unterstützen, aber nicht ersetzen. KI als gezieltes Recherche-Instrument könne beim besseren Lernen helfen. Zugleich warnte er: „Wer Hausaufgaben komplett von der KI erledigen lässt, verpasst den eigentlichen Wert des Lernens.“

Auch im Unterricht selbst ist das Thema Künstliche Intelligenz angekommen, wenn auch unterschiedlich stark. 32 Prozent der Jugendlichen berichten, dass Anwendungen, Funktionsweisen, Chancen und Risiken sowie moralisch-ethische Aspekte von KI häufig im Klassenzimmer behandelt werden. Bei 38 Prozent kommen KI-Themen zumindest gelegentlich vor. 30 Prozent der Befragten geben an, dass das Thema eher selten oder nie im Unterricht besprochen wird.

Die Umfrage wurde im August durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass KI-Tools im deutschen Schulalltag inzwischen fest verankert sind, während die schulische Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit der Technologie noch Lücken aufweist.

Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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