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Montag, 28. September 2026

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Biontech-Gründer Sahin und Türeci gründen neues Biotech-Unternehmen

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci bauen ein neues Biotechnologie-Unternehmen in Deutschland auf. Ein erfahrener Manager soll den Vorstandsvorsitz übernehmen. Die Pläne waren bislang geheim.

Die Gründer des Mainzer Impfstoffherstellers Biontech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, starten ein neues Biotechnologie-Unternehmen in Deutschland. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf bislang geheime Planungen. Demnach steht inzwischen fest, wie die neue Firma heißen soll und welche Personen an ihr beteiligt sind. Ein alter Bekannter aus der Branche soll den Vorstandsvorsitz übernehmen.

Über die genaue Ausrichtung des Unternehmens ist bislang wenig bekannt. Klar ist jedoch, dass Sahin und Türeci ihre unternehmerische Tätigkeit nach dem weltweiten Erfolg von Biontech fortsetzen. Das Mainzer Unternehmen hatte mit seinem mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus internationale Bekanntheit erlangt und war dadurch zu einem der wertvollsten Biotechnologiekonzerne Europas aufgestiegen. Die beiden Wissenschaftler gelten seither als zentrale Figuren der deutschen und europäischen Biotechnologiebranche.

Die Entscheidung, ein neues Unternehmen in Deutschland aufzubauen, ist wirtschaftspolitisch von Bedeutung. Sie fällt in eine Phase, in der die Bundesrepublik um ihre Wettbewerbsfähigkeit als Standort für Forschung und Entwicklung wirbt. Gerade junge Biotech-Firmen sind auf Kapital, Fachkräfte und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen angewiesen. Dass prominente Gründer wie Sahin und Türeci erneut in Deutschland investieren, könnte als Signal für den hiesigen Innovationsstandort gewertet werden.

Einzelheiten zu Finanzierung, Standort und Zeitplan des neuen Unternehmens wurden zunächst nicht öffentlich gemacht. Auch zur konkreten Rolle des designierten Vorstandsvorsitzenden gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Die Beteiligten halten sich mit Informationen zurück, was in der Frühphase von Biotech-Gründungen nicht ungewöhnlich ist. Oft werden strategische Entscheidungen erst nach Abschluss von Finanzierungsrunden oder behördlichen Verfahren kommuniziert.

Für den Biotechnologiestandort Deutschland könnte das Projekt langfristig erhebliche Wirkung entfalten. Biontech hatte gezeigt, wie schnell aus einem Forschungsunternehmen ein global agierender Konzern werden kann. Das neue Vorhaben dürfte daher nicht nur in der Branche, sondern auch bei Investoren und politischen Entscheidungsträgern aufmerksam verfolgt werden. Ob es an den Erfolg von Biontech anknüpfen kann, hängt von zahlreichen Faktoren ab, darunter die wissenschaftliche Ausrichtung, die Kapitalausstattung und die Fähigkeit, qualifiziertes Personal zu gewinnen.

Die Gründung fällt in eine Zeit, in der Deutschland und die Schweiz verstärkt über ihre Rolle in der europäischen Gesundheits- und Technologiepolitik diskutieren. Beide Länder verfügen über eine starke pharmazeutische und biotechnologische Basis. Grenzüberschreitende Kooperationen und der Austausch von Fachkräften prägen die Branche seit Jahren. Ein neues Unternehmen mit prominenten Gründern könnte diese Dynamik weiter verstärken und neue Impulse für Forschung und Beschäftigung setzen.

Wie es mit dem Projekt weitergeht, ist offen. Weitere Angaben wollen die Beteiligten zu einem späteren Zeitpunkt machen. Bis dahin bleibt die genaue Strategie des neuen Biotech-Unternehmens ebenso unklar wie die Frage, welche Produkte oder Therapien es entwickeln soll. Klar ist nur, dass Sahin und Türeci nach Biontech ein zweites Unternehmen aufbauen – und damit erneut auf den deutschen Biotechnologiemarkt setzen.

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Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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