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Среда, 05. Август 2026Deutschland · Europa · Welt
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Wirtschaft

China verhängt Gegensanktionen im Handelsstreit mit den USA

Peking reagiert auf neue US-Beschränkungen mit Sanktionen gegen sechs amerikanische Organisationen und strengeren Kontrollen für Drohnenexporte. Der Schritt erfolgt kurz vor dem geplanten Treffen Trumps mit Xi Jinping.

China verhängt Gegensanktionen im Handelsstreit mit den USA
Konflikt mit Washington: China schlägt im Handelsstreit mit den USA zurück
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China hat im Handelsstreit mit den USA neue Gegenmaßnahmen verhängt. Das Handelsministerium in Peking sanktionierte sechs amerikanische Unternehmen und Organisationen und kündigte zugleich strengere Kontrollen für die Ausfuhr bestimmter Drohnen und Bauteile in die USA an. Die Ankündigung erfolgte nur wenige Wochen vor einem geplanten Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping.

Ein Teil der Maßnahmen ist eine direkte Reaktion auf neue US-Beschränkungen. Washington hatte Ende Juli 43 weitere chinesische Unternehmen auf eine Sperrliste gesetzt. Damit weitete die US-Regierung ihre Liste der betroffenen Firmen erneut aus. Aus Sicht der US-Behörden gelten ihre Waren grundsätzlich als mit Zwangsarbeit hergestellt und dürfen nicht in die Vereinigten Staaten eingeführt werden. Der Vorwurf bezieht sich auf die nordwestchinesische Region Xinjiang, in der viele Angehörige der muslimischen Minderheit der Uiguren leben. Westliche Regierungen und Menschenrechtsorganisationen werfen China dort Zwangsarbeit vor; Peking weist diese Vorwürfe zurück.

Als Antwort untersagte das Pekinger Handelsministerium Organisationen und Einzelpersonen in China die Zusammenarbeit mit sechs US-Unternehmen und Organisationen. Darunter sind Firmen, die Lieferketten auf Verbindungen nach Xinjiang prüfen, sowie Menschenrechtsorganisationen. Peking wirft ihnen vor, die US-Sanktionen unterstützt zu haben. Betroffen sind damit vor allem Akteure, die an der Durchsetzung der amerikanischen Handelsrestriktionen mitwirken oder sich öffentlich für die Sanktionen ausgesprochen haben.

In einer separaten Mitteilung kündigte das Handelsministerium strengere Kontrollen für die Ausfuhr bestimmter Drohnen und Bauteile in die USA an. Genehmigungen sollen künftig einzeln und besonders streng geprüft werden; bisherige Erleichterungen entfallen. Für Hersteller, die in die USA liefern wollen, bedeutet das längere Prüfverfahren und strengere Auflagen für jedes einzelne Geschäft.

Zusätzlich untersagte China Geschäfte mit einem US-Unternehmen, das Maßnahmen der US-Kommunikationsaufsicht FCC gegen China unterstützt haben soll. Die FCC hatte im Dezember die Zulassung neuer ausländischer Drohnenmodelle blockiert. Ende Juli blockierte die Behörde zudem die Zulassung neuer im Ausland hergestellter moderner Roboter und vernetzter Wechselrichter. Diese Schritte dürften sich vor allem gegen chinesische Hersteller richten. Der Konflikt betrifft damit erneut globale Lieferketten und den Technologiehandel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

Der Schlagabtausch zwischen Peking und Washington kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Trump hat für den 24. September einen Besuch Xi Jinpings angekündigt. Zuletzt hatten sich die beiden Präsidenten im Mai in Peking getroffen. Trotz der Vorbereitungen auf das Treffen verschärfen beide Seiten erneut ihre Beschränkungen für Handel und Technologie. Die neuen chinesischen Maßnahmen sind ein Zeichen, dass Peking die US-Sanktionen nicht ohne Antwort lassen will.