EZB erhöht Leitzins auf 2,5 Prozent
Die Europäische Zentralbank hebt den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent an. Es ist die zweite Erhöhung in diesem Jahr. Grund ist die anhaltend hohe Inflation, die durch gestiegene Energiepreise nach dem Iran-Krieg zusätzlich angeheizt wird.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Der Zinssatz liegt damit nun bei 2,5 Prozent. Wie die Notenbank mitteilte, reagiert sie damit auf die anhaltend hohe Inflation im Euroraum. Es ist bereits die zweite Erhöhung in diesem Jahr.
Die Entscheidung entspricht den Erwartungen der Finanzmärkte. Bereits im Vorfeld hatten Experten mehrheitlich mit diesem Schritt gerechnet. Der Leitzins markiert den höchsten Stand seit rund anderthalb Jahren. Die EZB setzt damit ihren Kurs der vorsichtigen geldpolitischen Straffung fort, um den Preisauftrieb zu dämpfen, ohne die Konjunktur übermäßig zu belasten.
Als Hauptgrund für die anhaltende Teuerung gelten die stark gestiegenen Energiepreise. Der Iran-Krieg hat zu einem Ölpreisschock geführt, der die Inflation zusätzlich anheizt. Steigende Energiekosten wirken sich direkt auf die Verbraucherpreise aus und erhöhen den Druck auf private Haushalte und Unternehmen. Die Notenbank sieht sich daher gezwungen, gegenzusteuern.
Für Sparerinnen und Sparer bedeutet die Zinserhöhung eine Verbesserung der Konditionen. Tagesgeld- und Festgeldzinsen könnten weiter steigen. Zugleich verteuern sich Kredite, was die Investitions- und Konsumneigung bremsen könnte. Die EZB steht vor der Herausforderung, die Inflation zu bekämpfen, ohne die wirtschaftliche Erholung im Euroraum abzuwürgen.
Ob weitere Zinsschritte folgen, ließ die Notenbank offen. An den Märkten wächst jedoch bereits die Erwartung, dass dies nicht die letzte Erhöhung bleiben könnte. Die EZB wird ihre Entscheidungen weiterhin von der Entwicklung der Inflation und der Konjunktur abhängig machen. Die nächste Sitzung des EZB-Rats wird mit Spannung erwartet.




