Zeitumstellung auf Winterzeit: Uhren werden Ende Oktober zurückgestellt
Die Sommerzeit endet in der Nacht auf den 25. Oktober 2026. In Deutschland und den meisten europäischen Ländern werden die Uhren von drei auf zwei Uhr zurückgedreht. Eine Abschaffung der Zeitumstellung ist trotz jahrelanger Debatten nicht in Sicht.
Die Sommerzeit endet in diesem Jahr in der Nacht zum 25. Oktober 2026. In den frühen Morgenstunden werden in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern die Uhren von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt. Die Nacht wird damit um eine Stunde verlängert, der Tag beginnt später und die Dunkelheit bricht am Nachmittag früher herein.
Die Umstellung erfolgt in der gesamten Europäischen Union zum gleichen Zeitpunkt. Ausnahmen gibt es nur wenige: Island kennt keine Zeitumstellung, auch in Russland und Belarus wird nicht an der Uhr gedreht. Russland hatte die Sommerzeit bereits 2014 abgeschafft. In der EU wurde die Umstellung 1996 synchronisiert, seitdem stellen alle Mitgliedstaaten in derselben Nacht um. Auch Großbritannien behielt die Praxis nach dem Brexit bei.
Für viele Menschen bedeutet die Rückkehr zur Winterzeit zunächst eine willkommene Stunde mehr Schlaf. Im digitalen Zeitalter erfolgt die Umstellung bei Mobiltelefonen und vielen anderen Geräten ohnehin automatisch. Wer sich dennoch unsicher ist, in welche Richtung die Uhr gestellt wird, kann auf einfache Merksätze zurückgreifen: Gartenmöbel kommen im Frühling vor die Tür und im Herbst zurück in den Schuppen. Oder man merkt sich, dass die Temperaturen im Winter ins Minus und im Sommer ins Plus gehen.
Die Zeitumstellung geht auf eine Regelung der Europäischen Union zurück, mit der man sich Vorteile für den Binnenmarkt erhoffte. Eine effizientere Ausnutzung des Tageslichts sollte Energie sparen und die Wirtschaft ankurbeln. Dieser Effekt blieb jedoch aus oder ließ sich zumindest nicht eindeutig beziffern. Die Idee, durch das Drehen an der Uhr Energie zu sparen, ist deutlich älter: Bereits 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, stellte unter anderem das Deutsche Reich in den helleren Monaten auf Sommerzeit um, um Rohstoffe zu schonen. In Deutschland werden die Uhren seit 1980 im März vor- und im Oktober zurückgestellt.
Trotz jahrelanger Debatten ist ein Ende der Zeitumstellung nicht in Sicht. Bereits 2018 hatten sich Millionen Europäer in einer Umfrage mit großer Mehrheit für die Abschaffung ausgesprochen. Geändert wurde nichts, weil sich die EU-Mitgliedstaaten nicht darauf einigen konnten, welche Zeit dauerhaft gelten soll. Für die östlichen Länder der Gemeinschaft wäre eine permanente Sommerzeit günstiger, die westlichen Staaten tendieren wegen der Sonnenauf- und -untergangszeiten eher zu einer dauerhaften Winterzeit.
Die Umstellung kann den Biorhythmus belasten. Viele Menschen empfinden besonders den Wechsel zur Sommerzeit als unangenehm, weil ihnen plötzlich eine Stunde fehlt. Auch die Rückkehr zur Winterzeit bringt eine Veränderung: Die Dunkelheit bricht am Nachmittag eine Stunde früher herein. Krankenkassen empfehlen, die Schlaf- und Aufwachzeiten schrittweise anzupassen. Im Herbst kann es helfen, in den Tagen vor der Umstellung etwas später ins Bett zu gehen. Wer tagsüber müde ist, sollte auf den Mittagsschlaf verzichten, um abends leichter einzuschlafen. Tageslicht am Morgen unterstützt den Körper dabei, sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.
Für manche Menschen hat die Sommerzeit auch Vorteile: Die langen, hellen Abende laden dazu ein, nach Feierabend noch draußen zu sitzen oder in der Außengastronomie Zeit zu verbringen. Mit der Umstellung auf Winterzeit endet diese Phase. Die Uhren werden in der Nacht zum 25. Oktober 2026 zurückgestellt.
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