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Montag, 31. August 2026

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Nach Vorwürfen und Kritik: GdP-Vize Sven Hüber tritt zurück

GdP-Vize Sven Hüber tritt nach Vorwürfen aus DDR-Zeit zurück

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Sven Hüber, hat sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Hintergrund sind Vorwürfe über sein Verhalten als DDR-Grenzoffizier, die er als „rufmordähnlich“ zurückweist. Die GdP kündigt rechtliche Schritte gegen die Urheber an.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Sven Hüber, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Die Entscheidung fiel, nachdem ein rechtsgerichtetes Online-Portal Vorwürfe veröffentlicht hatte, die sich auf Hübers Zeit als Offizier der DDR-Grenztruppen Ende der 1980er Jahre beziehen. In einer von der GdP veröffentlichten Mitteilung bezeichnete Hüber die Anschuldigungen als „verunglimpfend und rufmordähnlich“ und kündigte an, rechtliche und gerichtliche Schritte gegen die medialen Vorwürfe einzuleiten.

Das Portal „Apollo News“ hatte unter Berufung auf die eidesstattliche Versicherung eines Zeugen berichtet, Hüber habe als DDR-Grenzoffizier einen Gefangenen misshandelt und die Durchsetzung des Schießbefehls an der Grenze zu Westdeutschland aktiv propagiert. Hüber betonte, die Vorwürfe zielten auf die Zeit „vor meinem Dienst in der Bundespolizei und vor der GdP“. Er wolle „während der notwendigen gerichtlichen Auseinandersetzung die täglich neuen, unhaltbaren Anschuldigungen von der GdP abwenden“.

Die GdP erklärte, sie werde „weiterhin im Zusammenhang mit Falschbehauptungen, Bedrohungen und verzerrten Veröffentlichungen“ straf- und zivilrechtlich gegen die Urheber der Beiträge vorgehen. Der Rücktritt erfolgte mit sofortiger Wirkung, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Vor den Berichten hatte Hüber in einem Beitrag vor einem Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt gewarnt und Beamte dazu aufgerufen, unter bestimmten Voraussetzungen Widerstand zu leisten. Dabei verwies er auf die Lehren aus dem Nationalsozialismus. Die GdP sieht in einer AfD-Regierung eine Bedrohung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Hüber war seit 2019 stellvertretender Bundesvorsitzender der GdP. Zuvor war er unter anderem als Polizeipräsident in Halle tätig. Die genauen Hintergründe der Vorwürfe sind bislang nicht unabhängig verifiziert. Hüber kündigte an, sich juristisch gegen die Anschuldigungen zur Wehr zu setzen.

Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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