Marokko hat eine neue Autobahn nach US-Präsident Donald Trump benannt. Die 1.055 Kilometer lange Schnellstraße mit dem Namen „President Donald J. Trump Highway“ verbindet die südmarokkanische Stadt Tiznit mit Dakhla. Das Infrastrukturprojekt hat einen Wert von rund einer Milliarde Dollar. Ein Teil der Strecke verläuft durch das umkämpfte Gebiet der Westsahara, das Marokko besetzt hält.
In einem Werbevideo der marokkanischen Regierung heißt es, das Projekt sei durch die „visionäre Führung“ von König Mohammed VI. und den „historischen Mut“ Trumps ermöglicht worden. Trump hatte 2020 die marokkanische Souveränität über die Westsahara anerkannt. Der US-Präsident bedankte sich am Samstag bei dem Monarchen für die Benennung. „Eine so große Ehre“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er freue sich darauf, eines Tages die gesamte Strecke zu bereisen – „hoffentlich bald“.
Unterdessen haben die USA die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Sendung „Face the Nation“ von CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen. Nach einer Angriffsserie von 13 Nächten in Folge hatte das US-Militär in den vergangenen beiden Nächten keine Angriffe gegen den Iran gemeldet. Waltz sagte, das gebe der Diplomatie etwas Raum.
Der von Donald Trump begnadigte ehemalige Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, ist in sein Land zurückgekehrt. Hernández war zwischen 2014 und 2022 Präsident des mittelamerikanischen Landes. Nach seiner Auslieferung an die USA wegen Drogendelikten war er zu 45 Jahren Haft verurteilt worden. Trump hatte die Begnadigung kurz vor der honduranischen Präsidentenwahl vor acht Monaten beschlossen. In Honduras wird gegen Hernández wegen Korruption ermittelt, ein Haftbefehl wurde jedoch jüngst außer Kraft gesetzt.
Viele Kanadier meiden seit Trumps zweitem Amtsantritt Reisen in die USA. Laut kanadischen Behörden reisten im Jahr 2025 7,1 Millionen Menschen weniger in die USA als 2024 – ein Rückgang um 23,5 Prozent. Gleichzeitig stiegen Reisen im Inland und in andere Länder. Die Reiseausgaben für USA-Besuche sanken um 3,3 Milliarden auf 18,8 Milliarden kanadische Dollar (rund 12 Milliarden Euro). Auch die Zahl deutscher Touristen in den USA fiel von rund 2 Millionen im Jahr 2024 auf rund 1,8 Millionen im Jahr 2025.
In der Republikanischen Partei wächst vor den US-Zwischenwahlen im November die Sorge über eine demotivierte Wählerbasis. Umfragen, Haustürgespräche und Fokusgruppen deuten laut „Washington Post“ darauf hin, dass selbst besonders zuverlässige republikanische Wähler erwägen, zu Hause zu bleiben oder für die Demokraten zu stimmen. Hauptgründe seien die hohe Inflation und die wirtschaftliche Lage. Nach Daten der konservativen Organisation Americans for Prosperity Action gilt etwa jeder fünfte Stammwähler der Republikaner in mehreren Bundesstaaten als gefährdet. Eine Umfrage von „Washington Post“ und Ipsos sieht Demokraten unter denjenigen, die im November mit Sicherheit wählen wollen, zehn Prozentpunkte vor den Republikanern. Besonders gering ist die Motivation demnach bei Männern unter 40 Jahren – einer Gruppe, die entscheidend zu Trumps Wahlsieg 2024 beigetragen hatte.
Ein Mitarbeiter der konservativen US-Stiftung Heritage Foundation ist von der Kapitolspolizei in Washington wegen Drogenbesitzes festgenommen worden. Das berichten US-Medien unter Berufung auf eine Anklageschrift. Weitere Details lagen zunächst nicht vor.
