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Montag, 31. August 2026

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Trump droht NBC-Journalistin Welker mit Anzeige bei der Medienaufsicht

US-Präsident Donald Trump hat der NBC-Moderatorin Kristen Welker wegen ihrer Berichterstattung über die von ihm unterstützten Kandidaten bei den Zwischenwahlen mit einer Anzeige bei der Medienaufsichtsbehörde FCC gedroht. Er wirft ihr eine „absichtliche Ungenauigkeit“ vor.

US-Präsident Donald Trump hat der bekannten NBC-Journalistin Kristen Welker mit einer Anzeige bei der Medienaufsichtsbehörde FCC gedroht. Hintergrund ist deren Berichterstattung über die von Trump unterstützten Kandidaten bei den Zwischenwahlen zum Kongress. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump am Sonntag, Welker, die „unbeliebte Moderatorin“ der Sendung „Meet the Press“, habe behauptet, seine Unterstützung für republikanische Kandidaten habe „gemischte Ergebnisse“ erzielt. Für diese „absichtliche Ungenauigkeit“ solle die Reporterin bei der FCC angezeigt werden, um „gerügt oder bestraft“ zu werden.

Das Verhältnis zwischen Trump und Welker ist seit längerem angespannt. Bereits im Juni hatte der Präsident ein Interview mit der Journalistin nach einem erhitzten Wortgefecht abgebrochen. In dem Gespräch hatte sich Trump zunehmend erbost über Welkers Fragen gezeigt, insbesondere zu seiner Politik im Iran-Konflikt. Die erneute Attacke reiht sich ein in eine Serie von Maßnahmen der US-Regierung gegen Medien, die aus Sicht des Präsidenten zu kritisch oder „links“ berichten.

Trump geht wiederholt gegen Journalisten und Medienhäuser vor. Er klagte gegen mehrere Zeitungen wie das „Wall Street Journal“ und die „New York Times“ und ordnete Kürzungen der staatlichen Finanzierung für öffentliche Sender an. Ministerien und Bundesbehörden wie das Pentagon und die Bundespolizei FBI verschärften unter seiner Präsidentschaft ihre Restriktionen gegen Journalisten. Die von dem Trump-Vertrauten Brendan Carr angeführte Medienaufsicht FCC drohte Sendern zudem bereits mit dem Entzug ihrer Lizenzen.

Der zunehmende Druck auf die Medien stößt allerdings auch auf Widerstand. Mehrere Sender haben bereits gegen die FCC geklagt und berufen sich dabei auf die durch die US-Verfassung geschützte Meinungsfreiheit. Die juristischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und großen Fernsehsendern sowie Zeitungen haben sich in den vergangenen Monaten verschärft. Die Drohung gegen Welker ist Teil dieses größeren Konflikts zwischen der Regierung und unabhängigen Medien in den Vereinigten Staaten.

Die FCC ist in den USA für die Regulierung von Rundfunk und Telekommunikation zuständig. Sie kann Lizenzen für Fernseh- und Radiosender entziehen oder erneuern. Kritiker sehen in Trumps Vorstoß einen Versuch, die Berichterstattung zu beeinflussen und Journalisten einzuschüchtern. Welker selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu der neuen Drohung geäußert. NBC, der Sender, für den sie arbeitet, gehört zu den großen Fernsehnetzwerken der USA und hat in der Vergangenheit mehrfach kritisch über Trump berichtet.

Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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