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Trump lässt begrenzten Angriff auf iranische Luftabwehr fliegen

Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Trump eine iranische Stellung auf der Insel Qeschm angegriffen. Der Schlag gilt als begrenzt, die Lage um die Straße von Hormus bleibt angespannt.

Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump am Freitag eine iranische Stellung angegriffen. Ziel sei ein iranisches Luftabwehrsystem gewesen, sagte Trump und bezeichnete den Einsatz als »geringfügig«. Weitere Details zum Ziel nannte er nicht. Iranische Staatsmedien berichteten von zwei Explosionen auf der Insel Qeschm im Gebiet Suza. Trump zufolge dauerte die Ausschaltung des Ziels etwa fünf bis fünfzehn Minuten.

Die Insel Qeschm liegt in der Straße von Hormus, einer für die weltweiten Öltransporte besonders wichtigen Meerenge. Trump hatte zuvor heftigere Angriffe nicht ausgeschlossen, ohne dafür bisher Einzelheiten zu nennen. Bereits am Montag zuvor hatte das US-Militär Verteidigungsschläge auf die Inseln Qeschm und Hengam sowie auf Bandar Abbas geflogen. Damit setzt sich eine Reihe von Angriffen in kurzer Folge fort, die die Spannungen in der Region weiter erhöhen.

Nach Einschätzung von Beobachtern wollte Trump offenbar bis nach den Zwischenwahlen warten. Die Republikaner verloren diese deutlich, die Demokraten gewannen Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus. Es ist daher fraglich, ob der Krieg in dieser Form fortgesetzt wird. Vizepräsident JD Vance hatte den Krieg zuvor für die Wahlschlappe mitverantwortlich gemacht.

US-Beamte erklärten, der größte Teil der iranischen Luftabwehr sei seit Juni 2025 zerstört oder beschädigt worden. Es wird erwartet, dass Iran versuchen wird, die Systeme schrittweise wieder aufzubauen. Das US-Zentralkommando bietet zudem bis zu 20 Millionen Dollar für Informationen zum iranischen Atomprogramm. Damit verbindet sich der militärische Druck mit einem Versuch, Erkenntnisse über das iranische Atomprogramm zu gewinnen.

Auch innenpolitisch gibt es Bewegung. Trump entließ nach der Wahlniederlage Stabschefin Susie Wiles. Als Nachfolger wird Stephen Miller genannt, ein bekannter Hardliner und Architekt der Migrationspolitik. Wiles soll im Umfeld des Präsidenten bleiben, laut CBS hat sie ihren Rücktritt bereits eingereicht. Die Demokraten kritisieren Miller scharf und kündigten weitere Untersuchungen an. Zudem gibt es Gerüchte über eine Entlassung von Verteidigungsminister Pete Hegseth, die Trump bestreitet. Justizminister Todd Blanche meldete Rücktritte, darunter den der Bürgerrechtsvizin Harmeet Dhillon. Ein ehemaliger Bundesstaatsanwalt soll zudem Material gegen Joe Biden und Barack Obama gesucht haben.

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Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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