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Montag, 31. August 2026

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Wahl-O-Mat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl ist online

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat den Wahl-O-Mat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl freigeschaltet. Das Online-Tool vergleicht 38 Thesen mit den Positionen von 17 Parteien und soll Wählern vor dem Urnengang am 20. September Orientierung bieten.

Zur Vorbereitung auf die Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat die Bundeszentrale für politische Bildung den Wahl-O-Mat freigeschaltet. Das Online-Tool ist seit dem 24. August verfügbar und richtet sich an alle Wahlberechtigten der Hauptstadt, die am 20. September über die Zusammensetzung des Landesparlaments entscheiden. Der Wahl-O-Mat vergleicht die Antworten der Nutzerinnen und Nutzer mit den Positionen von 17 zur Wahl zugelassenen Parteien und berechnet daraus den Grad der Übereinstimmung.

Grundlage des Angebots sind 38 Thesen, die aktuelle und lokale Themen der Hauptstadt aufgreifen. Abgefragt wird ein breites Spektrum von grundsätzlichen bis hin zu konkreten Fragen: So geht es unter anderem um die Verstaatlichung von Wohnraum, die Haltung zur Windkraft oder um Verbotsverfahren gegen extremistische Parteien. Die Thesen wurden von Wählern sowie von Experten aus Wissenschaft und Bildung anhand der Parteiprogramme erarbeitet. Die Antworten der Parteien stammen nach Angaben der Bildungszentralen von den Parteien selbst.

Bei jeder These können die Nutzer zwischen den Antwortmöglichkeiten „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ und „These überspringen“ wählen. Es ist jederzeit möglich, zu einzelnen Fragen zurückzukehren und die eigenen Antworten zu ändern. Zusätzlich können Themen, die den Nutzern besonders wichtig sind, nach der Beantwortung aller Aussagen stärker gewichtet werden. Das Ergebnis zeigt anschließend, welche Parteien den eigenen politischen Vorstellungen am nächsten kommen. Zu jeder These werden auch die Positionen und Begründungen der einzelnen Parteien erläutert.

Der Wahl-O-Mat wird von der Berliner Landeszentrale sowie der Bundeszentrale für politische Bildung angeboten und ist auch auf der Seite der Bundeszentrale abrufbar. Die öffentlich finanzierten Einrichtungen weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Tool keine Wahlempfehlung darstellt. Es solle lediglich dabei helfen, sich einen Überblick über die Positionen der Parteien zu verschaffen und die eigene Wahlentscheidung zu reflektieren.

Das Instrument wurde im Jahr 2002 eingeführt und seitdem nach Angaben der Bundeszentrale mehr als 160 Millionen Mal genutzt. Die Berliner Abgeordnetenhauswahl findet zwei Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt, die für den 6. September angesetzt ist. In Mecklenburg-Vorpommern wird ebenfalls am 20. September ein neuer Landtag gewählt.

Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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