Das US-Justizministerium hat Anklage gegen acht Männer erhoben, die einen Anschlag auf ein Kampfsport-Event am Geburtstag von Präsident Donald Trump geplant haben sollen. Eine Grand Jury in Columbus legt den Verdächtigen unter anderem Verschwörung zur Unterstützung von Terroristen sowie die Planung von Morden an Regierungsmitgliedern zur Last. Bei einer Verurteilung droht den Männern eine lebenslange Haftstrafe.
Nach Angaben des Justizministeriums wollten die Verdächtigen mit Sprengstoff bestückte Drohnen rund um das Kampfsport-Event einsetzen, um eine Evakuierung der Veranstaltung zu erzwingen. Im Anschluss daran sollten Scharfschützen sogenannte „hochrangige Ziele“ in der flüchtenden Menschenmenge ins Visier nehmen. Die Behörden konnten die mutmaßlichen Pläne jedoch rechtzeitig aufdecken und die Männer festnehmen.
Parallel zu diesen Entwicklungen sorgte Trump selbst mit einem makabren Scherz für Aufsehen. Auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in Ankara fragte eine Journalistin den Präsidenten, ob er von einer glaubwürdigen Bedrohung durch den Iran gegen sein Flugzeug wisse. Trump antwortete: „Ich werde die ganze Zeit bedroht. Aber wenn ich gehe, gehen Sie auch, richtig?“ Damit deutete er an, dass bei einem Angriff auch die an Bord befindlichen Journalisten getötet würden. „Also vielleicht möchten Sie eines Tages den Beruf wechseln“, fügte er hinzu und lachte kurz.
Hintergrund der Frage war eine Debatte über die Sicherheit der neuen Präsidentenmaschine, die Trump von Katar geschenkt bekommen hatte. Trump selbst hatte mehrfach Spekulationen über mögliche Attentate auf das Flugzeug angeheizt. Für die Reise nach Großbritannien nutzte er schließlich eine ältere Air Force One, während die neue Maschine ebenfalls zum US-Luftwaffenstützpunkt Mildenhall flog.
In einem weiteren Fall musste der demokratische Senatskandidat Graham Platner aus Maine seinen Wahlkampf nach Vorwürfen sexueller Nötigung aussetzen. Platner wies die Anschuldigungen in einem emotionalen Video zurück und sprach von einer Kampagne gegen ihn. Der ehemalige Marineinfanterist und Austernzüchter hatte mit einem populistischen Programm zunächst für Aufsehen gesorgt und Millionenbeträge an Spenden gesammelt. Allerdings sorgten auch eine Brusttätowierung mit einem Nazi-Symbol sowie anzügliche Textnachrichten für Diskussionen über seine Eignung als Kandidat.
Führende Demokraten, darunter der Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, hatten Platner zum Rückzug aufgefordert. Das Democratic Senatorial Campaign Committee erklärte zudem, dass es keine finanziellen Mittel für den Senatswahlkampf in Maine bereitstellen werde, solange Platner seine Kandidatur nicht zurückziehe. Platner kritisierte daraufhin die Parteiführung der Demokraten scharf.
Die mexikanische Regierung kündigte unterdessen an, juristisch gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE vorgehen zu wollen. Außenminister Roberto Velasco erklärte, dass seit dem Amtsantritt von Präsident Trump im Januar 2025 mindestens 17 mexikanische Staatsbürger bei Razzien oder in Gefängnissen der Einwanderungsbehörde zu Tode gekommen seien. Mexiko werde die diplomatische Ebene überspringen und sich direkt an die Staatsanwaltschaften in den USA wenden, um eine Strafverfolgung der Verantwortlichen zu erreichen. Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte an, private Betreiber von Haftanstalten in den USA dazu zu drängen, die Menschenrechte der Mexikaner zu achten.
Die Entwicklungen zeigen ein angespanntes politisches Klima in den USA, das von Sicherheitsbedenken, juristischen Auseinandersetzungen und innenpolitischen Konflikten geprägt ist. Die Anklage gegen die acht Männer wegen mutmaßlicher Anschlagpläne auf ein Trump-Event unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen für die Regierung und öffentliche Veranstaltungen.
