Alexander Zverev hat die Chance auf seinen zweiten Grand-Slam-Titel in Serie. Nur fünf Wochen nach seinem Triumph bei den French Open steht der 29-jährige Deutsche am Sonntag im Finale von Wimbledon. Dort trifft er auf den Italiener Jannik Sinner. Um sich voll auf das Match konzentrieren zu können, hält sich Zverev an eine selbst auferlegte Regel: Während der zwei Wochen eines Grand-Slam-Turniers bleibt sein Handy ausgeschaltet.
Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, erhält Zverev in dieser Zeit keinerlei Anrufe oder Nachrichten. Wer ihn erreichen will, kommt nicht durch. Auch seine Freundin Sophia Thomalla bilde keine Ausnahme. Viermal im Jahr sei der Kontakt für jeweils zwei Wochen unterbrochen. Zverev wird mit den Worten zitiert: „Wir haben eine stabile Beziehung.“ Die Abschottung von der Außenwelt ist für den Weltranglistenzweiten offenbar entscheidend, um sich ganz auf seine Aufgabe zu fokussieren. „Ich kriege nichts mit“, betonte er.
Zverevs Partnerin soll nach Informationen der „Bild“ wie schon bei den French Open auch im Wimbledon-Finale nicht auf der Tribüne sitzen. Die Moderatorin sei beruflich eingespannt. Es sei jedoch geplant, dass sie nach dem Match per Flugzeug anreise. Nach Paris war sie mit dem Zug zur Party gekommen. Trotz der Funkstille scheint die Beziehung keinen Schaden zu nehmen.
Zum ersten Mal seit Boris Becker 1995, der damals in vier Sätzen gegen Pete Sampras verlor, steht mit Alexander Zverev wieder ein Deutscher im Wimbledon-Finale der Herren. Im Halbfinale am Freitag bezwang er den britischen Lokalmatador Arthur Fery mit 7:6 (7:0), 6:2 und 6:4. Während die meisten im Stadion wohl mit dem Briten mitfieberten, konnte Zverev auf prominente Unterstützung aus der Heimat zählen: Comedian Oliver Pocher drückte im Stadion zusammen mit seiner aus Miami angereisten Tochter die Daumen. Noch während des dritten Satzes buchte er sich Tickets für das Finale am Sonntag, wie er in einer Story verriet.
Das Endspiel gegen Jannik Sinner wird am Sonntag kostenlos bei Prime Video übertragen. Ein Prime-Abo ist nicht nötig, wie der Streamingdienst via Instagram bestätigte. Die Übertragung aus London startet um 16 Uhr, der erste Aufschlag folgt nicht vor 17 Uhr. Katharina Kleinfeldt moderiert aus dem Studio in Wimbledon, Markus Theil kommentiert das Match an der Seite von Michael Stich. Als Expertinnen und Experten ordnen Andrea Petkovic, Tommy Haas, Barbara Schett und Sascha Bajin das Geschehen vor, während und nach der Partie ein. Reporter Moritz Lang fängt die Stimmung auf dem Turniergelände ein.
Zverev selbst zeigte sich auf seinem Instagram-Account voller Vorfreude: „Centre Court. Wimbledon Final. See you Sunday!“ Die Konzentration auf das Spiel steht für ihn an oberster Stelle. Mit seiner eisernen Handy-Regel will er sicherstellen, dass ihn nichts von seinem Ziel ablenkt. Die Tenniswelt blickt gespannt auf das Duell zwischen dem Deutschen und dem Italiener, das am Sonntag im berühmten Centre Court ausgetragen wird.
