Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko hat ihren nächsten Höhepunkt erlebt: Belgien hat sich im Achtelfinale gegen den Mitgastgeber USA durchgesetzt und die Amerikaner damit aus dem Turnier geworfen. Die Partie stand ganz im Zeichen des beispiellosen Falls um den US-Spieler Balogun, der für erhebliche Unruhe im Vorfeld gesorgt hatte. Belgien zeigte sich davon unbeeindruckt und nutzte seine Chancen eiskalt.
Das Turnier, das als größte FIFA-Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten mit 48 Mannschaften gestartet war, geht nun in die heiße Phase. Am 19. Juli wird der neue Weltmeister feststehen. Für die USA, die als einer der drei Gastgeber große Hoffnungen in das Turnier gesetzt hatten, ist der Traum vom Titel bereits im Achtelfinale geplatzt. Die Mannschaft von Trainer Gregg Berhalter konnte die Erwartungen der heimischen Fans nicht erfüllen und musste sich den stark aufspielenden Belgiern geschlagen geben.
Der Balogun-Skandal hatte die US-Mannschaft in den Tagen vor dem Spiel schwer belastet. Details zu den genauen Vorfällen wurden nicht offiziell bestätigt, doch die Berichterstattung sprach von einem beispiellosen Vorfall, der die Teamchemie der Amerikaner nachhaltig störte. Belgien nutzte diese Verunsicherung aus und dominierte die Partie über weite Strecken. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco agierte taktisch diszipliniert und ließ den US-Amerikanern wenig Raum zur Entfaltung.
In einem weiteren Achtelfinale setzte sich Spanien gegen Portugal und dessen Superstar Cristiano Ronaldo durch. Die Iberer zeigten eine reife Leistung und warfen den Europameister von 2016 aus dem Turnier. Für Ronaldo, der bei dieser WM sein letztes großes Turnier bestritt, endete die Karriere auf der Weltbühne damit enttäuschend. Spanien trifft nun im Viertelfinale auf einen noch zu ermittelnden Gegner und gilt als einer der Topfavoriten auf den Titel.
Die deutsche Nationalmannschaft hatte das Turnier bereits im Sechzehntelfinale nach einer Niederlage gegen Paraguay beendet. Das frühe Aus wurde als Debakel gewertet und führte zur sofortigen Trennung von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die Nachfolge ist bislang noch nicht geregelt. Der Traum vom fünften Weltmeistertitel nach 1954, 1974, 1990 und 2014 ist für die DFB-Elf damit in weite Ferne gerückt. Die Verantwortlichen stehen vor einem Neuaufbau, der Zeit und Geduld erfordern wird.
Die WM 2026 hat bisher zahlreiche Überraschungen und emotionale Momente geboten. Neben den großen Nationen wie Spanien und Belgien haben auch Außenseiter für Furore gesorgt. Das Turnier, das erstmals von drei Ländern gemeinsam ausgerichtet wird, profitiert von der Begeisterung der Fans in Nordamerika. Die Stadien sind gut gefüllt, und die Stimmung ist ausgelassen. Die verbleibenden Mannschaften kämpfen nun um den Einzug ins Viertelfinale, das in den kommenden Tagen ausgetragen wird.
Die Organisatoren zeigen sich bislang zufrieden mit dem Verlauf der Weltmeisterschaft. Trotz der logistischen Herausforderungen, die ein Turnier in drei Ländern mit sich bringt, liefen die Spiele weitgehend reibungslos. Die FIFA hofft, dass die verbleibenden Partien weiterhin sportlich hochklassig und frei von Skandalen bleiben. Der Balogun-Fall wird jedoch noch länger nachwirken und die Diskussionen um die Führung und Disziplin im US-Team anheizen.
Für Belgien geht der Weg nun weiter mit dem Ziel, erstmals den WM-Titel zu gewinnen. Die Mannschaft um Kapitän Kevin De Bruyne hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe im Weltfußball entwickelt und will nun endlich den großen Wurf landen. Die USA hingegen müssen die Enttäuschung verdauen und einen Neuanfang wagen. Der Balogun-Skandal wird dabei als warnendes Beispiel dienen, wie schnell interne Konflikte eine ganze Kampagne zerstören können.
