Ein möglicher Wechsel des verletzten Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund zu einem ausländischen Club in diesem Sommer ist Informationen der „Bild“ zufolge auch aus Vertragsgründen inzwischen ausgeschlossen. Eine Ausstiegsklausel, die dies ermöglicht hätte, sei nun abgelaufen, hieß es in einem Bericht. Beim BVB hat der Innenverteidiger noch einen Vertrag bis 2031.
Ob es internationale Interessenten für eine Verpflichtung gab, ist offen. Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hatte zuletzt erklärt, der Vizemeister rechne erst im Herbst wieder mit dem Fußball-Nationalspieler. Der 26-Jährige erholt sich derzeit von seiner schweren Sprunggelenksverletzung, die er sich im zweiten deutschen WM-Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste zugezogen hatte.
„Das wird noch ein paar Wochen dauern. Das muss man ehrlicherweise sagen. Ob das dann vor oder nach der ersten Länderspielpause wieder ist, werden wir schauen, wie der Heilungsverlauf ist“, sagte Ricken in dieser Woche am Rande des Vorbereitungsstarts des Fußball-Bundesligisten. Die erste Länderspielpause der neuen Saison gibt es Ende September.
Die Spekulationen um einen Sommer-Wechsel von Schlotterbeck ins Ausland hatten vor seiner WM-Verletzung begonnen. Der Verteidiger, der seit 2022 für Borussia Dortmund spielt, hatte sich in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft einen Namen gemacht. Seine Verletzung im Juni 2026 setzte ihn jedoch außer Gefecht und ließ die Transfergerüchte vorerst verstummen.
Mit dem Ablauf der Ausstiegsklausel ist ein Wechsel in diesem Sommer nun auch vertraglich nicht mehr möglich. Der BVB hatte Schlotterbeck im Sommer 2022 für eine Ablösesumme von rund 20 Millionen Euro vom SC Freiburg verpflichtet. Seitdem entwickelte er sich zu einer festen Größe in der Dortmunder Abwehr und wurde auch im Nationalteam regelmäßig eingesetzt.
Die Verletzung von Schlotterbeck ist ein herber Rückschlag für den BVB, der in der kommenden Saison wieder um die Meisterschaft mitspielen will. Der Vizemeister hatte in der vergangenen Spielzeit den zweiten Platz belegt und sich damit für die Champions League qualifiziert. Ohne Schlotterbeck muss Trainer Nuri Şahin in der Defensive umplanen.
Neben Schlotterbeck fallen beim BVB auch andere Spieler verletzt aus, was die Vorbereitung auf die neue Saison erschwert. Der Verein hofft jedoch, dass der Nationalspieler nach seiner Genesung wieder an seine starken Leistungen anknüpfen kann. Die Vertragssituation bis 2031 gibt dem BVB zudem langfristige Planungssicherheit.
Für Schlotterbeck selbst bedeutet der Verbleib in Dortmund eine Chance, sich nach der Verletzung zurückzukämpfen und seinen Stammplatz zu verteidigen. Der 26-Jährige gilt als ehrgeizig und wird alles daran setzen, bald wieder auf dem Platz zu stehen. Die Fans des BVB hoffen auf eine schnelle Rückkehr ihres Abwehrspielers.
