Zum Inhalt springen
Среда, 29. Июль 2026Deutschland · Europa · Welt
Grenzah

Nachrichten über Grenzen hinweg — präzise, nah und im Zusammenhang.

Sport

Cristiano Ronaldo weint nach WM-Aus gegen Spanien und bestätigt Karriereende

Portugal scheitert im Achtelfinale der WM 2026 an Spanien. Superstar Cristiano Ronaldo ist nach dem Abpfiff am Boden zerstört und bestätigt, dass es seine letzte Weltmeisterschaft war.

Cristiano Ronaldo weint nach WM-Aus gegen Spanien und bestätigt Karriereende
Cristiano Ronaldo: Die bittersten Tränen seiner Karriere
Grenzah AudioBereit
0:00 / 0:00

Portugal ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Achtelfinale ausgeschieden. Die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo unterlag Spanien mit 0:1 und musste die Heimreise antreten. Für den 41-jährigen Ronaldo war es die letzte WM-Teilnahme seiner Karriere, wie er nach dem Spiel bestätigte.

Der portugiesische Stürmer zeigte sich nach dem Schlusspfiff tief getroffen. Vor den eigenen Fans in den Katakomben des Stadions ließ Ronaldo seinen Tränen freien Lauf. Es war nicht das erste Mal, dass der Ausnahmefußballer nach einer Niederlage emotional zusammenbrach. Bereits bei der EM 2024 weinte er, nachdem er einen Elfmeter verschossen hatte. Auch nach dem Viertelfinal-Aus gegen Marokko bei der WM 2022 in Katar war Ronaldo unter Tränen in die Kabine gegangen.

Ronaldo selbst machte nach der Partie gegen Spanien keinen Hehl daraus, dass dies sein letztes WM-Turnier gewesen sei. «Es war tatsächlich meine letzte Weltmeisterschaft, ja», sagte er in einem Interview. «Was den Rest angeht – ich werde mir Zeit zum Nachdenken nehmen, Zeit mit meiner Familie verbringen, keine überstürzten Entscheidungen treffen und mein Leben weiterleben.» Später schränkte er ein: «Höchstwahrscheinlich, ja», sei dies seine letzte WM gewesen. Angesichts seines Alters von 41 Jahren gilt ein erneutes Antreten bei einer Weltmeisterschaft als äußerst unwahrscheinlich.

Vor dem Turnier hatte Ronaldo noch offengelassen, ob er bei der WM 2030 in seinem Heimatland Portugal, das zusammen mit Spanien und Marokko als Hauptgastgeber fungiert, als Spieler dabei sein würde. Nun ist klar, dass dies nicht der Fall sein wird. Der Stürmer, der aktuell für den saudischen Klub Al-Nassr FC spielt und dort in der abgelaufenen Saison die Meisterschaft gewann, hatte in den Jahren vor dieser WM zunehmend Kritik von Experten und Fans geerntet. Viele sahen in dem alternden Superstar eine Last für die Nationalmannschaft, die den Absprung nicht findet.

Dennoch zeigte Ronaldo beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada noch einmal seine Klasse. In fünf Spielen erzielte er drei Tore und brach mehrere Rekorde. Doch sein ewiger Kontrahent Lionel Messi, der argentinische Superstar, stach ihn einmal mehr aus. Messi hat nach vier Spielen sieben Tore erzielt und steht mit Argentinien im Viertelfinale gegen Ägypten. Schon nach dem WM-Sieg 2022 der Argentinier waren sich viele Fußball-Fans sicher: Messi ist der Beste aller Zeiten, nicht Ronaldo. Nach dieser WM dürfte die Debatte um den «Greatest Of All Time» aus ihrer Sicht geklärt sein.

Ronaldo, der im Laufe seiner Karriere unzählige Titel gewann, darunter fünf Champions-League-Trophäen und die Europameisterschaft 2016 mit Portugal, hinterlässt eine beeindruckende Bilanz. Mit seinen drei Toren bei dieser WM baute er seine Rekordmarke als bester Torschütze der WM-Geschichte weiter aus. Dennoch bleibt das frühe Aus gegen Spanien ein schmerzhafter Abschluss seiner WM-Karriere. Die Tränen nach dem Abpfiff spiegelten die Enttäuschung eines Spielers wider, der sich ein letztes Mal auf der größten Bühne des Fußballs beweisen wollte.

Für Portugal beginnt nun eine neue Ära ohne seinen langjährigen Kapitän. Die Mannschaft um Trainer Roberto Martínez muss sich nach Ronaldos Rücktritt neu aufstellen. Junge Talente wie João Félix oder Rafael Leão könnten in Zukunft die Führungsrolle übernehmen. Ronaldo selbst wird sich in den kommenden Wochen Zeit nehmen, um über seine Zukunft zu entscheiden. Ob er seine Karriere bei Al-Nassr fortsetzt oder einen Rücktritt vom aktiven Fußball erwägt, ließ er offen.

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.