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Fans planen Protestaktion gegen Trump und Infantino bei WM-Finale 2026

Fußballfans bereiten eine Protestaktion gegen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino für das Endspiel der Weltmeisterschaft 2026 in East Rutherford vor.

Fans planen Protestaktion gegen Trump und Infantino bei WM-Finale 2026
2026 FIFA World Cup opening ceremonies
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Fußballfans bereiten eine Protestaktion gegen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino für das Endspiel der Weltmeisterschaft 2026 vor. Das Finale findet am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford nahe New York statt. Die Organisatoren der Aktion planen, während des Spiels mit Bannern und Gesängen auf die ihrer Ansicht nach problematische Rolle beider Persönlichkeiten im internationalen Fußball aufmerksam zu machen.

Die Protestaktion richtet sich gegen Trumps Einfluss auf die Weltmeisterschaftsvergabe und Infantinos Führung der FIFA. Trump hatte sich als US-Präsident wiederholt für die Austragung der WM in den USA eingesetzt und dabei auch wirtschaftliche Interessen betont. Infantino steht seit Jahren in der Kritik wegen Korruptionsvorwürfen und mangelnder Transparenz in der FIFA. Die Fans werfen beiden vor, den Fußball für politische und wirtschaftliche Zwecke zu instrumentalisieren.

Das MetLife Stadium in East Rutherford ist mit rund 82.500 Sitzplätzen eines der größten Stadien der USA und wird das Endspiel des Turniers ausrichten. Die WM 2026 wird erstmals von drei Ländern gemeinsam ausgerichtet: den USA, Kanada und Mexiko. Das Turnier beginnt am 11. Juni 2026 und endet mit dem Finale am 19. Juli. Es ist die erste Weltmeisterschaft mit 48 Teilnehmern, nachdem die FIFA das Format von 32 auf 48 Mannschaften erweitert hat.

Die Protestaktion wird von einer Gruppe von Fußballfans aus verschiedenen Ländern organisiert, die sich über soziale Medien vernetzt haben. Sie planen, während des Finales Transparente mit Aufschriften wie «Fußball gehört den Fans» und «Stoppt die Kommerzialisierung» zu zeigen. Auch Gesänge gegen Trump und Infantino sind vorgesehen. Die Organisatoren betonen, dass die Aktion friedlich verlaufen soll und keine Störung des Spiels beabsichtigt sei.

Trump hat bereits mehrfach WM-Spiele besucht, darunter das Halbfinale zwischen Spanien und Argentinien im Jahr 2026. Sein Erscheinen bei Spielen hat in der Vergangenheit für Kontroversen gesorgt, da er als polarisierende Figur gilt. Infantino hingegen ist als FIFA-Präsident regelmäßig bei großen Turnieren präsent und steht oft im Mittelpunkt von Protesten. Die Kombination beider Persönlichkeiten beim Finale hat die Fans zu der geplanten Aktion motiviert.

Die Sicherheitsvorkehrungen für das Finale werden voraussichtlich hoch sein. Das US-Heimatschutzministerium hat bereits angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen für das Turnier zu verstärken. Die Organisatoren der Protestaktion rechnen mit einer erhöhten Polizeipräsenz im Stadion und in der Umgebung. Sie haben ihre Teilnehmer aufgefordert, sich an die Regeln zu halten und keine Gegenstände zu werfen oder gewalttätig zu werden.

Die WM 2026 ist die dritte Weltmeisterschaft in den USA nach 1994 und 2026. Kanada und Mexiko haben zuvor ebenfalls WM-Spiele ausgerichtet, Mexiko 1970 und 1986, Kanada 2026 erstmals. Das Turnier wird in 16 Städten ausgetragen, darunter Los Angeles, New York, Mexiko-Stadt und Toronto. Die USA sind der Hauptgastgeber mit 60 der 80 Spiele, während Kanada und Mexiko jeweils zehn Spiele austragen.

Die Protestaktion gegen Trump und Infantino ist Teil einer breiteren Bewegung von Fußballfans, die sich gegen die zunehmende Kommerzialisierung des Sports und die Machtkonzentration bei der FIFA wenden. Ähnliche Aktionen gab es bereits bei der WM 2022 in Katar, wo Fans gegen die Menschenrechtslage und die Vergabepraxis der FIFA protestierten. Die Organisatoren hoffen, dass die Aktion beim Finale 2026 eine ähnliche Aufmerksamkeit erregt.

Die FIFA hat sich bisher nicht zu den geplanten Protesten geäußert. Trump hat ebenfalls keine Stellungnahme abgegeben. Die Organisatoren der Aktion sind zuversichtlich, dass ihr Anliegen Gehör findet, und rufen weitere Fans auf, sich anzuschließen. Das Finale der WM 2026 verspricht somit nicht nur sportlich, sondern auch politisch ein Höhepunkt zu werden.

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.