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FIFA gibt Investorenpläne für die Weltmeisterschaft auf

Der Fußball-Weltverband FIFA hat seine umstrittenen Pläne zur Beteiligung externer Investoren an der Weltmeisterschaft aufgegeben. Präsident Gianni Infantino erklärte, der Vorschlag werde nicht weiterverfolgt. Er habe zu einer Spaltung geführt.

FIFA gibt Investorenpläne für die Weltmeisterschaft auf
Fußball - FIFA gibt Pläne zur Beteiligung von Investoren an der Weltmeisterschaft auf
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Der Fußball-Weltverband FIFA hat seine umstrittenen Pläne für eine Beteiligung externer Investoren an der Weltmeisterschaft aufgegeben. Präsident Gianni Infantino erklärte, der Vorschlag werde nicht weiter verfolgt. Der Plan habe zu einer Spaltung geführt, die nicht im Interesse des eigentlichen Ziels sein könne, den Sport zu vereinen und zu verbessern.

Der Rückzieher erfolgt nach heftigen Protesten von Fußballverbänden aus aller Welt. Gegen den geplanten Verkauf von WM-Anteilen an Investoren hatte sich breiter Widerstand formiert. Zahlreiche nationale Verbände machten deutlich, dass sie eine wirtschaftliche Einflussnahme privater Geldgeber auf den Fußball nicht hinnehmen wollen. Kritiker warnten davor, dass die Interessen der Investoren künftig die Sportpolitik und die Entscheidungsprozesse im Weltverband bestimmen könnten. Die Kritik war so massiv, dass die FIFA-Führung das Projekt nicht weiterverfolgen konnte.

Die verworfene Idee sah vor, Anteile an den kommerziellen Rechten der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen. Die Weltmeisterschaft wird alle vier Jahre ausgetragen und gilt als bedeutendstes Turnier des weltweiten Fußballs. Für die FIFA ist sie zugleich die wichtigste Einnahmequelle. Ein großer Teil der Einnahmen stammt aus Sponsoring, Vermarktung und Übertragungsrechten. Ein Verkauf von Anteilen hätte externen Geldgebern eine direkte Beteiligung an diesen Erlösen gesichert und ihnen erstmals wirtschaftlichen Einfluss auf das wichtigste Sportereignis des Verbands gegeben. Einzelheiten zur geplanten Ausgestaltung des Modells hatte die FIFA nicht öffentlich gemacht.

Gianni Infantino räumte ein, dass das Vorhaben innerhalb des Weltverbands für erhebliche Spannungen gesorgt habe. Der mögliche Nutzen eines solchen Deals könne die Spaltung nicht rechtfertigen. Der Präsident betonte, das eigentliche Ziel müsse sein, den Sport zu vereinen und zu verbessern. Dieser Leitlinie hätten sich alle anderen Erwägungen unterzuordnen. Mit der Aufgabe des Projekts reagiert die FIFA damit auch auf den Druck aus den eigenen Reihen und beendet eine kontroverse Debatte.

Für die Verbände, die gegen den Verkauf protestiert hatten, bedeutet die Entscheidung einen Erfolg. Der Verzicht stellt zugleich sicher, dass die Vermarktung der Weltmeisterschaft und die Vergabe der damit verbundenen Rechte vorerst in der Hand der FIFA bleiben. Der Fußball-Weltverband mit Sitz in Zürich muss sich nun wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren: die Organisation der Turniere und die Förderung des Fußballs in allen Teilen der Welt.

Für die Fans und die kommenden Austragungen der Weltmeisterschaft ändert sich durch die Entscheidung zunächst nichts. Die Turniere bleiben in ihrem gewohnten kommerziellen Rahmen. Sponsoren und Partner, die langfristige Verträge mit der FIFA geschlossen haben, können weiterhin auf stabile Verhältnisse setzen. Eine grundlegende Neuausrichtung der WM-Finanzierung über externe Kapitalgeber wird es in dieser Form nicht geben.

Ob das Thema damit endgültig erledigt ist, bleibt abzuwarten. Die Diskussion über die finanzielle Zukunft der FIFA könnte in anderer Form wieder aufkommen. Der Bedarf an Mitteln für die Entwicklung des Fußballs ist groß. Mit dem Rückzug hat der Weltverband aber ein klares Zeichen gesetzt: Die Einheit des Sports hat Vorrang vor kommerziellen Modellen.