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Jasper Philipsen gewinnt 17. Etappe der Tour de France

Der belgische Radprofi Jasper Philipsen hat die 17. Etappe der Tour de France im Sprint einer größeren Gruppe für sich entschieden. Es war sein erster Etappensieg bei der diesjährigen Tour, nachdem er zuvor mit Rückschlägen zu kämpfen hatte.

Jasper Philipsen gewinnt 17. Etappe der Tour de France
Radrennen - Belgier Jasper Philipsen gewinnt 17. Etappe der Tour de France
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Der belgische Radprofi Jasper Philipsen hat die 17. Etappe der Tour de France gewonnen. Der 28-Jährige setzte sich nach 174,7 Kilometern von Chambéry nach Voiron im Sprint einer größeren Gruppe durch. Hinter ihm belegten der Schweizer Mauro Schmid und der Niederländer Olav Kooij die weiteren Plätze. Für Philipsen war es der erste Etappensieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt und zugleich der elfte Tour-Etappensieg seiner Karriere.

Philipsen zeigte sich nach dem Erfolg überglücklich. «Es ist immer seltsam, nach so einer langen Leidenszeit zu gewinnen, aber du darfst nie aufgeben, musst immer kämpfen», sagte der belgische Sprinter. «Ich bin sehr stolz, sehr glücklich, dass ich es am Ende geschafft habe.» Der Sieg kam für viele überraschend, denn Philipsen hatte in den vorangegangenen Sprintankünften trotz der Unterstützung seines starken Anfahrers Mathieu van der Poel nicht konkurrenzfähig gewirkt. Die Enttäuschung über die ausbleibenden Erfolge sei groß gewesen, räumte der Fahrer ein. «Ich war in der Phase des Misserfolgs nicht leicht zu ertragen für meine Mannschaftskameraden. Jeden Abend war ich über mich selbst enttäuscht, aber die Kollegen haben mich unterstützt und aufgeheitert.»

Bereits bei der Tour de France 2025 hatte Philipsen Pech gehabt. Zum Auftakt gewann er zwar die erste Etappe und trug kurzzeitig das Gelbe Trikot, doch zwei Tage später stürzte er schwer und erlitt einen Schlüsselbeinbruch sowie eine Rippenfraktur, was sein vorzeitiges Aus bedeutete. In diesem Jahr musste der Sprinter lange auf sein Erfolgserlebnis warten. Nun, bei der letzten echten Sprintchance vor den anstehenden Alpenetappen, platzte der Knoten endlich.

Die Favoriten um Spitzenreiter Tadej Pogacar nutzten die 17. Etappe indes als ruhigen Tag vor den schweren Bergen. Sie erreichten das Ziel mit einem Rückstand von fast neun Minuten auf die Spitzengruppe. Pogacar, der slowenische Weltmeister, führt die Gesamtwertung weiterhin souverän an. Sein Vorsprung auf den belgischen Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel beträgt 4:32 Minuten. Den dritten Platz im Gesamtklassement belegt Pogacars Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko mit einem Rückstand von 6:51 Minuten.

Für den deutschen Hoffnungsträger Florian Lipowitz endete die Tour bereits am Dienstag abrupt. Der 25-Jährige stürzte im Einzelzeitfahren schwer und zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Er wurde bereits operiert und muss mit einer Zwangspause von mindestens sechs Wochen rechnen, womit die Saison für ihn praktisch beendet ist. Teamchef Ralph Denk zeigte sich betroffen: «Er ist mega enttäuscht. Er ist noch im Krankenhaus und wird dort voraussichtlich noch die Nacht verbringen.»

Auf der Fahrt nach Voiron war der Kampf um einen Platz in der Ausreißergruppe groß. Der deutsche Meister Felix Engelhardt war lange Zeit mit von der Partie und freute sich am Ende über den zweiten Platz seines Teamkollegen Mauro Schmid. «Der Sieg wäre mega gewesen. Wir haben alles richtig gemacht, waren in allen entscheidenden Gruppen und auch im Sprint dabei», sagte Engelhardt in der ARD. Mit Blick auf seine Mitausreißer, zu denen prominente Fahrer wie Jasper Stuyven und Mads Pedersen gehörten, fügte er bescheiden hinzu: «Ich bin da die kleinste Kerze auf dem Kuchen.»

Ab Donnerstag stehen die Alpen auf dem Programm. Zunächst geht es mit einer Bergankunft in Orcières-Merlette weiter, danach folgt das doppelte Spektakel im Radsport-Mekka Alpe d'Huez. Dann sind die Stars der Branche gefordert. Pogacar scheint auf dem Weg zu seinem fünften Toursieg kaum mehr aufzuhalten zu sein. «Ich habe immer gesagt, wenn irgendwas ist, dann muss man auf der Hut sein. Aber Mann gegen Mann sehe ich da keine Chance», meinte auch Denk mit Blick auf seinen Kapitän Evenepoel. Auf einen prominenten Helfer kann Pogacar aktuell jedoch nicht zählen: Adam Yates machte am Mittwoch schlapp und fuhr weit hinter dem Feld.