Krawietz und Pütz verpassen Doppel-Titel bei US Open
Kevin Krawietz und Tim Pütz verlieren das Finale der US Open im Doppel gegen Christian Harrison und Neal Skupski mit 4:6, 6:7. Für das deutsche Davis-Cup-Duo ist es die zweite Finalniederlage in New York.
Kevin Krawietz und Tim Pütz haben bei den US Open ihren ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel im Doppel verpasst. Das deutsche Davis-Cup-Duo unterlag im Endspiel im Arthur Ashe Stadium von New York dem US-Amerikaner Christian Harrison und dem Briten Neal Skupski mit 4:6, 6:7 (6:8). Für den Finaleinzug erhalten die beiden Deutschen gemeinsam ein Preisgeld von 500.000 US-Dollar, umgerechnet rund 431.000 Euro.
Es ist bereits die zweite Finalniederlage für Krawietz und Pütz in New York. Schon vor zwei Jahren standen sie bei den US Open im Endspiel und mussten sich damals dem australischen Duo Max Purcell und Jordan Thompson geschlagen geben. Ein deutscher Doppelsieger bei den US Open bleibt damit weiterhin Philipp Petzschner, der 2011 an der Seite des Österreichers Jürgen Melzer triumphierte.
Vor der für ein Doppel ungewöhnlich großen Kulisse im größten Tennisstadion der Welt verpasste das deutsche Duo beim Stand von 2:1 durch einen Volley von Pütz ins Netz ein frühes Break. Stattdessen nahmen die Australian-Open-Sieger Harrison und Skupski den Deutschen den Aufschlag zum 4:3 ab und sicherten sich damit den ersten Satz. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein enges Tie-Break, in dem Krawietz und Pütz einen Satzball bei Aufschlag von Pütz vergaben und sich wenig später geschlagen geben mussten.
Bei der Siegerehrung zeigte sich Pütz als fairer Verlierer. «Ihr habt uns keinen Satz gelassen, ihr habt es verdient zu gewinnen», sagte er an die Adresse der Sieger und richtete auch Worte an seine Familie: «Ich habe meinen Kindern zuhause versprochen, ‹Hi› zu sagen. Ich vermisse euch.» Krawietz bedankte sich beim Publikum für die Stimmung: «Für uns Spieler ist es etwas ganz Besonderes, auf diesem Platz zu spielen.»
Bereits vor der Partie hatte Krawietz die Bedeutung des Endspiels relativiert. «Unser Leben wird nicht davon abhängen, ob wir gewinnen oder verlieren», sagte er. «Wir haben ein cooles Leben nach wie vor. Natürlich ist es irgendwo wichtig, aber wir müssen es nicht zu hoch hängen.»
Für Krawietz, der mit seinem früheren Doppelpartner Andreas Mies zweimal den Titel bei den French Open gewonnen hatte, und Pütz, der 2023 in Paris mit der Japanerin Miyu Kato den Mixed-Titel holte, bleibt der Traum vom gemeinsamen Grand-Slam-Triumph damit vorerst unerfüllt. Der untere Bereich der Tribünen war am Finaltag bereits mittags sehr gut gefüllt, was die hohe Erwartungshaltung an das deutsche Duo unterstrich.




