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Mauro Schmid gewinnt 13. Tour-de-France-Etappe in den Vogesen

Der Schweizer Radprofi Mauro Schmid hat die 13. Etappe der Tour de France gewonnen. Er setzte sich nach einer langen Flucht in den Vogesen durch. Florian Lipowitz verlor Zeit in der Gesamtwertung.

Mauro Schmid gewinnt 13. Tour-de-France-Etappe in den Vogesen
Radsport - Schweizer Radprofi Mauro Schmid gewinnt 13. Etappe der Tour de France
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Der Schweizer Radprofi Mauro Schmid hat die 13. Etappe der 111. Tour de France gewonnen. Der 24-Jährige setzte sich am Freitag nach einer 170 Kilometer langen Flucht in den Vogesen durch und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. Schmid, der für das Team Jayco AlUla fährt, verwies im Ziel in der Gemeinde Le Markstein die Konkurrenz auf die Plätze und sorgte für einen Schweizer Tagessieg bei der Frankreich-Rundfahrt.

Die Etappe führte über 155 Kilometer von der elsässischen Stadt Mülhausen hinauf zu den Vogesen-Gipfeln. Entscheidend war der Schlussanstieg zum legendären Ballon d’Alsace, einem Berg, der bereits vor 121 Jahren erstmals im Programm der Tour de France stand. Schmid attackierte an diesem steilen Anstieg und setzte sich von seinen Begleitern ab. Mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute fuhr er dem Ziel entgegen und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Hinter Schmid belegten der Italiener Matteo Jorgenson und der Franzose Romain Grégoire die weiteren Podiumsplätze. Die Ausreißergruppe, der zeitweise mehr als zehn Fahrer angehörten, hatte sich früh im Rennen gebildet und einen großen Vorsprung auf das Hauptfeld herausgefahren. Das Peloton, angeführt von den Teams der Gesamtklassement-Fahrer, ließ die Flüchtigen gewähren, da keiner der Ausreißer eine ernsthafte Gefahr für die Spitzenpositionen darstellte.

Für die deutsche Tour-Hoffnung Florian Lipowitz verlief der Tag dagegen enttäuschend. Der 23-Jährige vom Team Bora-hansgrohe verlor im Schlussanstieg den Anschluss an die Gruppe der Favoriten und fiel in der Gesamtwertung zurück. Lipowitz, der zuvor auf einem vielversprechenden Rang gelegen hatte, büßte mehrere Minuten ein und rutschte aus den Top Ten. «Es lief nicht optimal», sagte er nach der Etappe. Die Mannschaft hofft nun, dass er sich auf den folgenden Bergetappen erholen kann.

Die 13. Etappe war die letzte Gelegenheit für Ausreißer vor dem großen Kletter-Wochenende in den Alpen. Am Samstag und Sonntag stehen zwei schwere Bergetappen auf dem Programm, die das Gesamtklassement entscheidend prägen dürften. Der Kampf um das Gelbe Trikot bleibt spannend: Der slowenische Spitzenreiter Tadej Pogačar verteidigte seine Führung ohne größere Probleme und liegt weiterhin mit deutlichem Vorsprung vor dem Dänen Jonas Vingegaard und dem Belgier Remco Evenepoel.

Neben dem sportlichen Geschehen sorgte ein Bericht über eine neue Substanz im Peloton für Aufsehen. Nach Informationen mehrerer französischer Medien soll bei einem Fahrer eine bisher unbekannte leistungssteigernde Substanz nachgewiesen worden sein. Die zuständigen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet. Die Tour-Organisation äußerte sich bislang nicht offiziell zu dem Fall. Der Radsport war in der Vergangenheit immer wieder von Doping-Skandalen erschüttert worden, und die Nachricht löste im Fahrerlager Unruhe aus.

Mauro Schmid zeigte sich nach seinem Sieg überglücklich. «Das ist unglaublich. Ich habe von diesem Moment geträumt, seit ich ein Kind bin», sagte er im Zielinterview. Der Schweizer, der zuvor vor allem als Helfer und bei kleineren Rennen erfolgreich war, bewies mit dieser Leistung, dass er auch auf der größten Bühne des Radsports bestehen kann. Sein Team Jayco AlUla feierte den zweiten Etappensieg bei dieser Tour.

Die 14. Etappe am Samstag führt über 150 Kilometer durch die Alpen und endet mit einer Bergankunft in den französischen Seealpen. Die Fahrer müssen mehrere Anstiege der höchsten Kategorie bewältigen. Für die Gesamtwertung wird dies eine erste große Vorentscheidung sein. Die Tour de France endet am 21. Juli in Nizza.

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.