RB Leipzig ist ohne Yan Diomande und Peter Gulacsi ins Trainingslager nach Österreich geflogen. Diomande fehlt nach Vereinsangaben wegen eines Infekts, Gulacsi befindet sich «aktuell in Gesprächen mit einem anderen Verein». Damit beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison ohne zwei Spieler, die als wechselwillig gelten. Trainer Demichelis hat den restlichen Kader ins österreichische Saalfelden geführt, wo in den kommenden Tagen das Fußballprogramm im Mittelpunkt steht.
Die Personalie Diomande sorgt seit Wochen für Schlagzeilen. Der Spieler wird immer wieder mit einem Wechsel zu Real Madrid in Verbindung gebracht, ein Transfer in die spanische Hauptstadt galt zuletzt als durchaus möglich. In der Berichterstattung ist von einem Deal in einer Größenordnung von bis zu 120 Millionen Euro die Rede. Ein solcher Wechsel wäre für RB Leipzig wirtschaftlich äußerst bedeutsam, würde den Klub sportlich aber auch vor eine große Aufgabe stellen. Das Geld aus einem solchen Verkauf könnte die Planungen für die kommenden Jahre erleichtern.
Einen Durchbruch gibt es nach Informationen der «Bild» allerdings noch nicht. Das Blatt berichtet, dass der Wechsel zu Real Madrid weiterhin hakt, und beschäftigt sich mit der Frage, wie viel Berater-Chaos hinter der Personalie steckt. Offiziell bestätigt ist der Transfer nicht. Der 120-Millionen-Deal bleibt damit vorerst eine Spekulation. Der Zeitpunkt der kurzfristigen Erkrankung fällt in eine Phase, in der über die Zukunft des Spielers verhandelt wird. Ob Diomande später nach Saalfelden nachreisen kann, ist bislang offen. Der Infekt kommt für den Spieler zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Trainer Demichelis hat die Arbeit in Saalfelden unterdessen aufgenommen. Die Mannschaft bereitet sich dort auf den Saisonstart vor, ohne dass die beiden Wechselkandidaten zur Verfügung stehen. Beim jüngsten Test gegen den SC Verl hatte RB Leipzig ohne Diomande und Gulacsi deutlich gewonnen. Für Demichelis geht es nun darum, aus dem vorhandenen Personal eine schlagkräftige Formation zu formen. Derweil behält die sportliche Leitung die Entwicklung auf dem Transfermarkt im Blick.
Gulacsi steht derweil vor einem Abschied. Der Klub bestätigte, dass der Torhüter mit einem anderen Verein spricht, nannte jedoch keinen Namen. Damit ist ein Wechsel in diesem Transferfenster wahrscheinlich, auch wenn der Ausgang der Gespräche offen bleibt. Ob ein Nachfolger gebraucht wird, hängt vom Ausgang dieser Verhandlungen ab.
Für RB Leipzig stehen in den kommenden Tagen also wichtige Personalentscheidungen an. Im Trainingslager in Österreich wollen die Verantwortlichen den Kader für die neue Saison formen. Ob mit oder ohne Yan Diomande, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Die Vorbereitung läuft vorerst ohne den Star und ohne Gulacsi weiter.
