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Schweiz besiegt Algerien im WM-Sechzehntelfinale: Manzambi glänzt erneut

Die Schweiz hat Algerien im Sechzehntelfinale der Fußball-WM mit 2:0 besiegt und steht im Achtelfinale. Johan Manzambi bereitete das erste Tor vor und wurde erneut zum Schlüsselspieler. Der Traum vom ersten WM-Viertelfinale seit 1954 lebt.

Schweiz besiegt Algerien im WM-Sechzehntelfinale: Manzambi glänzt erneut
WM-Duell mit Algerien: „Manzambolo“ lässt träumen: Schweiz auf den Spuren von 1954
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Die Schweizer Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko einen weiteren Schritt in Richtung ihres großen Ziels gemacht. Im Sechzehntelfinale besiegte die Nati Algerien am frühen Morgen Schweizer Zeit mit 2:0 (1:0) und zog souverän ins Achtelfinale ein. Tausende Fans in der Heimat verfolgten die Partie beim Public Viewing, das bereits um 5 Uhr morgens begann. Der Erfolg war der erste K.-o.-Sieg der Schweiz bei einer WM seit 1938, wobei das Turnier mit 48 Teams erstmals ein Sechzehntelfinale umfasst.

Schlüsselfigur des Spiels war erneut Johan Manzambi, der 20-jährige Profi des SC Freiburg. In der zehnten Minute leitete er mit einem Solo und einem präzisen Assist das Führungstor von Breel Embolo ein. Die Schweizer Medien feierten das Duo bereits als «Manzambolo». Embolo würdigte seinen Zuarbeiter nach dem Spiel: «Mit Johan zu spielen, ist sehr, sehr einfach. Ihm gehören 95 Prozent dieses Tores.» Manzambi, der in den ersten beiden Turnierspielen nur als Joker eingewechselt worden war, hat sich inzwischen als zentraler Spielmacher im 4-2-3-1-System etabliert. Insgesamt verbucht er bei dieser WM drei Tore und zwei Vorlagen.

Kapitän Granit Xhaka, der sein 150. Länderspiel absolvierte, zeigte sich hochzufrieden mit der Mannschaftsleistung. «Es war ein reifer Auftritt. Wir sind sehr glücklich. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie mir den Tag noch einmal mehr versüßen können. Das haben sie gemacht», sagte der 33-Jährige in der Interviewzone. Über Manzambi fügte er hinzu: «Er zeigt das jeden Tag im Training. Er will sich jeden Tag verbessern. Wenn man so eine Mentalität hat, kann man ganz große Dinge erreichen.»

Die Schweiz dominierte die Partie von Beginn an. Nach dem frühen Führungstreffer durch Embolo erhöhte Dan Ndoye in der 46. Minute auf 2:0. Die algerische Mannschaft, die von Ex-Nati-Trainer Vladimir Petkovic betreut wird, blieb weitgehend harmlos. Petkovic hatte die Schweiz von 2014 bis 2021 trainiert, konnte seine Kenntnisse über das Team aber nicht in Tore ummünzen. Die Nati präsentierte sich defensiv stabil und ließ kaum Chancen zu.

Das Achtelfinale findet am Dienstag um 22.00 Uhr MESZ erneut in Vancouver statt. Der Gegner wird entweder Kolumbien oder Ghana sein, beides keine absoluten WM-Favoriten. Erst in einem möglichen Viertelfinale könnte die Schweiz auf Weltmeister Argentinien und Lionel Messi treffen. Der Traum vom ersten WM-Viertelfinale seit 1954 lebt damit weiter.

Mit jeder Topleistung Manzambis steigt dessen Marktwert. Der SC Freiburg hält einen Vertrag mit dem Juwel bis Sommer 2030, doch die Spekulationen über einen Wechsel zu einem Champions-League-Klub oder in die Premier League nehmen zu. Manzambi selbst will sich während des Turniers nicht mit solchen Gerüchten befassen. Die Nati scheint derweil ihre optimale Startelf gefunden zu haben: Manzambi auf der Zehn, dahinter Xhaka und Remo Freuler als Absicherung, sowie Denis Zakaria, der gegen Algerien sein bislang bestes Spiel auf der rechten Verteidigerposition machte.

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.