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Tour de France: Pogacar triumphiert in den Pyrenäen und erobert Gelb zurück

Tadej Pogacar gewinnt die sechste Etappe der Tour de France mit einem Solo-Angriff am Col du Tourmalet und übernimmt wieder das Gelbe Trikot. Der Slowene distanziert seinen Rivalen Jonas Vingegaard um mehr als zweieinhalb Minuten.

Tour de France: Pogacar triumphiert in den Pyrenäen und erobert Gelb zurück
Tour de France: Pogacar siegt famos in den Pyrenäen und holt Gelb zurück
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Der slowenische Radsportstar Tadej Pogacar hat die erste schwere Bergankunft dieser Tour de France in den Pyrenäen mit einer beeindruckenden Solofahrt für sich entschieden und sich das Gelbe Trikot zurückgeholt. Auf der sechsten Etappe von Pau nach Gavarnie-Gédre setzte sich der 27-Jährige nach einem explosiven Antritt am Col du Tourmalet rund 45 Kilometer vor dem Ziel von seinen Konkurrenten ab und feierte seinen 23. Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt.

Pogacar bewältigte die 186,2 Kilometer lange Strecke, die über den legendären Pyrenäen-Giganten Tourmalet führte, mit einer souveränen Vorstellung. Im Premierenort Gavarnie-Gédre kam er mehr als zweieinhalb Minuten vor seinem deutlich distanzierten Rivalen Jonas Vingegaard aus Dänemark ins Ziel. Der deutsche Fahrer Florian Lipowitz erreichte in einer weiteren Verfolgergruppe das Ziel mit einem Rückstand von knapp drei Minuten auf den Tagessieger.

Der Norweger Torstein Traeen, der überraschend zwei Tage lang das Gelbe Trikot getragen hatte, konnte am Tourmalet nicht mehr mithalten. Zu allem Unglück stürzte er bei der Abfahrt vom Berg und musste medizinisch behandelt werden, setzte die Rundfahrt jedoch später fort. Pogacar, der bereits zweimal die Tour de France gewonnen hat, zeigte sich in den Pyrenäen in herausragender Form und untermauerte damit seine Ambitionen auf den Gesamtsieg.

Die sechste Etappe war die erste große Bewährungsprobe im Hochgebirge dieser Tour. Der Col du Tourmalet, einer der bekanntesten Anstiege des Radsports, forderte die Fahrer mit seinen steilen Rampen und der großen Höhe. Pogacar nutzte die Gelegenheit, um seine Stärke zu demonstrieren und die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Sein Angriff war so entschlossen, dass niemand folgen konnte, und er baute seinen Vorsprung auf dem Weg ins Ziel kontinuierlich aus.

Für Pogacar ist der Etappensieg nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein wichtiges Signal an die Konkurrenz. Nachdem er in den vergangenen Jahren mehrfach knapp hinter Vingegaard gelandet war, zeigt er sich in dieser Tour in bestechender Form. Die Rückeroberung des Gelben Trikots unterstreicht seine Rolle als einer der Favoriten auf den Gesamtsieg in Paris.

Am Freitag steht die siebte Etappe auf dem Programm, die von Hagetmau nach Bordeaux führt. Auf dem 175,1 Kilometer langen, flachen Teilstück sind wieder die Sprinter gefragt. Die Fahrer müssen sich jedoch auf extreme Bedingungen einstellen: Es werden Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius erwartet, was die Etappe zu einer zusätzlichen Herausforderung macht. Die Tour de France bleibt damit auch in den kommenden Tagen ein Spektakel mit vielen Wendungen.

Die sechste Etappe hat gezeigt, dass Pogacar in den Bergen eine Klasse für sich ist. Sein Solo-Ritt über den Tourmalet und der deutliche Sieg in Gavarnie-Gédre werden als einer der Höhepunkte dieser Tour in Erinnerung bleiben. Die Konkurrenz, allen voran Vingegaard, muss nun Wege finden, um den Rückstand aufzuholen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob Pogacar seine Führung verteidigen kann oder ob die anderen Favoriten zurückschlagen.

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.