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Понедельник, 03. Август 2026Deutschland · Europa · Welt
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Uefa droht Fifa-Präsident Infantino mit rechtlichen Schritten

Die Uefa prüft rechtliche Schritte gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino. Anlass sind die gescheiterten Pläne für einen Teilverkauf der WM-Rechte. Wales entzieht Infantino als erster Verband die Unterstützung für eine Wiederwahl, England erwägt dasselbe.

Uefa droht Fifa-Präsident Infantino mit rechtlichen Schritten
Investorendeal der Fifa: Uefa droht Gianni Infantino mit rechtlichen Schritten
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Der europäische Fußballverband Uefa setzt im Streit über den gescheiterten Investorendeal des Weltverbands zur Gegenattacke an. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer britischer Medien prüft die Uefa rechtliche Schritte gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino und gegen die Fifa selbst. Anlass ist der geplante Teilverkauf der Vermarktungsrechte künftiger Weltmeisterschaften, der zuletzt nicht zustande kam.

Die Uefa hat demnach ein Schreiben an die Fifa gerichtet, das der Beweissicherung dient. Britische Medien zitieren aus dem Papier und berichten, der europäische Verband drohe dem Weltverband mit juristischen Konsequenzen. Der geplante Teilverkauf der WM-Rechte hatte in der internationalen Fußballwelt für erheblichen Widerstand gesorgt. Inzwischen gilt das Vorhaben als gescheitert. Die Uefa geht damit auf Konfrontationskurs zur Fifa-Führung und stellt sich offen gegen deren Kurs.

Für Infantino kommt die Drohung aus dem europäischen Verband zu einem Zeitpunkt, an dem seine Basis in den Mitgliedsverbänden bröckelt. Der walisische Fußballverband hat als erster nationaler Verband offiziell und schriftlich erklärt, dem Fifa-Präsidenten die Unterstützung für eine Wiederwahl zu entziehen. Wales stellt sich damit ausdrücklich gegen Infantino. Auch der englische Verband plant Berichten zufolge, sich von ihm abzuwenden und ihm die Gefolgschaft zu verweigern. In England mehren sich demnach die Zweifel an der Fifa-Führung und an der Rolle Infantinos.

Der Ausgangspunkt der Auseinandersetzung ist ein Investorendeal, den die Fifa in den vergangenen Monaten verfolgt hatte. Vorgesehen war, einen Teil der kommerziellen Rechte an künftigen Weltmeisterschaften an eine externe Gesellschaft abzugeben. Die Weltmeisterschaften sind die wichtigste Einnahmequelle des Verbands; ein Teilverkauf der Rechte hätte deren Vermarktung grundlegend berührt. In diesem Zusammenhang wurde nach früheren Berichten auch die Investmentfirma Forward Enterprise genannt, die dem US-Investor Joshua Kushner nahesteht. Das Modell stieß auf Ablehnung und scheiterte schließlich.

Die Uefa hat sich in dem Schreiben zur Beweissicherung gegen die Pläne gestellt. Das Schreiben richtet sich sowohl gegen die Fifa als Organisation als auch gegen deren Präsidenten persönlich. Nach Angaben der britischen Medien will sich die Uefa auf diese Weise rechtliche Möglichkeiten offenhalten. Ob es zu einem Verfahren kommt, ist bislang offen. Die Auseinandersetzung belastet das Verhältnis zwischen dem europäischen und dem globalen Fußballverband weiter.

Für Infantino wird die angespannte Lage durch die jüngsten Entwicklungen deutlich schwieriger. Wales ist der erste Verband, der ihm die Gefolgschaft für seine mögliche Wiederwahl entzieht. England plant offenbar, dem Beispiel zu folgen. Die Uefa prüft zugleich, ob sie noch gegen den Fifa-Präsidenten rechtlich vorgeht. Der Weltverband steht damit vor einer doppelten Herausforderung: juristischer Druck aus Europa und zugleich schwindender Rückhalt in den Mitgliedsverbänden.