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US-Verteidigungsminister Hegseth droht Soldaten mit Bartverbot

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verschärft die Durchsetzung seiner Bartregeln beim Militär. Nach einem Besuch auf einem Marineschiff, bei dem er mehrere Seeleute mit Bärten sah, forderte er intern mehr Tempo bei der Umsetzung. Die Vorschriften waren bereits im September 2023 mit der Begründung von Sicherheitsrisiken eingeführt worden.

US-Verteidigungsminister Hegseth droht Soldaten mit Bartverbot
US-News: Kriegsminister Pete Hegseth droht US-Soldaten wegen Bärten
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth drängt auf eine konsequentere Durchsetzung seiner verschärften Bartregeln beim Militär. Auslöser war laut Medienberichten ein Besuch auf einem Marineschiff im Juni, bei dem Hegseth mehrere Seeleute mit Bärten gesehen haben soll – obwohl seine im vergangenen Jahr verschärften Vorgaben Ausnahmen deutlich einschränken. Nach dem Besuch habe der Minister intern mehr Tempo bei der Umsetzung seiner Personalvorgaben eingefordert. In einer internen E-Mail heißt es demnach: «Der Kriegsminister hat euch im Blick.»

Hegseth hatte die strengeren Vorschriften im vergangenen September mit den Worten angekündigt: «No more beardos» (deutsch etwa: Keine Bärtigen mehr). Damals begründete er die Änderungen unter anderem mit Sicherheitsrisiken: Bärte könnten im Ernstfall den dichten Sitz von Schutzmasken beeinträchtigen. Ein Pentagon-Sprecher erklärte, Hegseth erwarte von allen Soldaten die Einhaltung einheitlicher Standards bei Erscheinungsbild, Fitness und Disziplin. Kommandeure würden daran gemessen, diese Vorgaben umzusetzen.

Die neuen Regeln stoßen innerhalb der Streitkräfte auf gemischte Reaktionen. Während einige Soldaten die Notwendigkeit von Einheitlichkeit und Sicherheit betonen, kritisieren andere die strikte Vorgehensweise als überzogen. Bärte sind in vielen militärischen Traditionen ein Symbol für Männlichkeit und Freiheit, und ihre Einschränkung wird von manchen als Eingriff in die persönliche Freiheit empfunden. Hegseth selbst hat jedoch klargestellt, dass Disziplin und Professionalität oberste Priorität haben.

Parallel zu den internen Auseinandersetzungen um die Bartregeln gibt es weitere Entwicklungen in der US-Regierung. FBI-Direktor Kash Patel musste nach Medienberichten am Freitag überraschend einen geplanten Flug zu einem Konzert seiner Freundin, der Countrysängerin Alexis Wilkins, absagen, weil er ins Weiße Haus beordert wurde. Die genauen Gründe sind nicht bekannt, doch MSNow berichtet, dass hochrangige Vertreter der Trump-Regierung mit Patel unzufrieden seien. Einige empfanden es als beunruhigend, dass der FBI-Direktor die Stadt verließ, während der Konflikt mit dem Iran wieder aufgeflammt war und angebliche Morddrohungen gegen den Präsidenten vorlagen.

Steven Cheung, der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, wies die Berichte als «komplett falsch» zurück. Patel selbst schrieb auf X zu einer Fotomontage, die ihn neben einem Jetski und Golfschlägern zeigt: «Nö, mein Jetski ist vergoldet. Blödsinn. Deine Aufgabe ist es, zu lügen. Meine ist es, das amerikanische Volk zu schützen – und das Geschäft läuft gut.»

Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Vernichtung gedroht, sollte das Regime in Teheran einen Anschlag auf ihn versuchen. Auf Truth Social schrieb er: «1.000 Raketen sind einsatzbereit und auf die Islamische Republik Iran gerichtet. Tausende weitere würden unverzüglich folgen, sollte die iranische Regierung ihre in vielen Teilen der Welt ausgesprochene Drohung wahrmachen und den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ermorden oder einen Mordanschlag auf ihn verüben.»

Trump gab zudem Anweisungen für den Fall eines Anschlags auf ihn. «Sollte irgendetwas passieren, sollen sie buchstäblich in einem Ausmaß bombardiert werden, wie sie es noch nie zuvor erlebt haben», zitierte die «New York Post» den Präsidenten. Trump nannte dabei keine Namen, die Zeitung setzte seine Aussagen aber in den Kontext des Iran-Konflikts. Der US-Präsident hatte auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in Ankara nicht wie erwartet die neue Air Force One benutzt und damit Spekulationen über Sicherheitsrisiken angeheizt. «Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste des Irans», sagte er später.

Die US-Regierung weicht zudem das Artenschutzgesetz auf. Die entsprechende Neuregelung des Endangered Species Act (ESA) aus dem Jahr 1973 wurde am Freitag beschlossen, wie das Innenministerium in Washington mitteilte. Innenminister Doug Burgum erklärte, das Gesetz sei jahrelang überdehnt und «missbraucht» worden. Naturschützer reagierten entsetzt und warnten, dass dadurch der Zerstörung von Lebensräumen Tür und Tor geöffnet werde.

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.