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Montag, 31. August 2026

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Konjunktur: Ifo: Deutsche Exporteure deutlich positiver gestimmt

Ifo-Barometer: Deutsche Exporteure so zuversichtlich wie seit Kriegsbeginn nicht

Die Stimmung der deutschen Exportwirtschaft hat sich im August deutlich aufgehellt. Das Ifo-Barometer stieg auf den höchsten Stand seit Februar 2022. Vor allem die Nachfrage aus der EU trägt den Aufschwung, während die Geschäfte mit China schwächeln.

Die deutschen Exportunternehmen blicken so optimistisch in die Zukunft wie seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht mehr. Das entsprechende Barometer des Münchner Ifo-Instituts schnellte im August auf plus 9,6 Punkte, nachdem es im Juli noch bei minus 2,8 Punkten gelegen hatte. Wie das Institut mitteilte, ist dies der höchste Wert seit Februar 2022 und zugleich der stärkste Anstieg seit Juni 2020.

„Die Exportwirtschaft nimmt Fahrt auf“, sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe. Insbesondere die Ausfuhr in die EU boomt, während die Exporte nach China weiterhin schwächeln. Der Krieg in der Ukraine hatte die exportorientierte deutsche Wirtschaft seit Februar 2022 massiv belastet, unter anderem durch stark gestiegene Energiekosten. Die neue Zuversicht stützt sich nach Angaben des Instituts vor allem auf die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft und hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz.

Besonders optimistisch zeigen sich die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen sowie von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen. Sogar die schwer angeschlagene Automobilindustrie schätzt ihre Exportaussichten demnach deutlich positiver ein als zuletzt. Auch die Hersteller von Metallerzeugnissen entwickeln neue Zuversicht. Dagegen rechnen das Papiergewerbe sowie Unternehmen in der Metallerzeugung und -bearbeitung weiterhin mit rückläufigen Exporten.

Die bessere Stimmung in der Exportwirtschaft passt zu den jüngsten Konjunkturdaten. Das Statistische Bundesamt hatte am Dienstag mitgeteilt, dass das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal trotz Rückschlägen infolge des Iran-Kriegs zum Vorquartal um 0,3 Prozent zugelegt hat. Damit fiel das Wachstum um 0,1 Prozentpunkte höher aus als zunächst erwartet. Das Wachstum ist vor allem auf starke Exporte sowie hohe Unternehmensgewinne und eine Belebung am Bau zurückzuführen.

Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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