Grenzah

Dienstag, 3. November 2026

© 2026 Grenzah

Teil der GruppeMosaic Media

Entwickelt vonSponge — digital & design

© zeit.de

Euroländer sollen zügig Vorschläge für Lagarde-Nachfolge machen

Christine Lagarde tritt im Februar als EZB-Präsidentin zurück. Nun sind zunächst die Euroländer am Zug, die Kandidaten für ihre Nachfolge vorschlagen sollen.

Die Euroländer sollen zügig Vorschläge für die Nachfolge von Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank machen. Lagarde hat angekündigt, im Februar als EZB-Präsidentin zurückzutreten. Damit ist das Rennen um ihren Posten eröffnet, und in einem ersten Schritt liegt die Initiative bei den Mitgliedstaaten der Eurozone.

Der Rücktritt einer der bekanntesten Notenbankerinnen Europas markiert einen Wendepunkt für die Geldpolitik im Euroraum. Die EZB legt die Leitzinsen fest und steuert damit maßgeblich, wie teuer Kredite für Unternehmen und Verbraucher sind und wie stabil die Gemeinschaftswährung bleibt. Wer auf Lagarde folgt, wird die Politik der Notenbank in einer Phase prägen, in der Inflation, Wachstum und Finanzstabilität im Euroraum eng miteinander verflochten sind.

Dass die Euroländer den ersten Schritt machen, entspricht dem Verfahren für die Besetzung der Spitzenposten bei der EZB. Die Regierungen der Eurostaaten benennen die Kandidatinnen und Kandidaten, bevor über die Personalie entschieden wird. Der zeitliche Druck ist hoch, weil der Wechsel im Februar ansteht und die Notenbank ohne Unterbrechung handlungsfähig bleiben soll.

Die Ankündigung des Rücktritts und das anstehende Auswahlverfahren fallen in eine Zeit, in der die Erwartungen an die Führung der EZB hoch sind. Der Posten verlangt Erfahrung im Umgang mit den Interessen von 20 Ländern mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Ausgangslagen. Entsprechend dürften die Regierungen darauf achten, dass ein Vorschlag breite Unterstützung findet, bevor er offiziell eingebracht wird.

Über konkrete Namen wird in den vorliegenden Meldungen nicht berichtet. Fest steht, dass das Auswahlverfahren nun beginnt und die Mitgliedstaaten zügig Vorschläge vorlegen sollen. Wie schnell sich die Regierungen auf gemeinsame Kandidaturen verständigen, wird entscheidend dafür sein, ob der Wechsel an der Spitze der Notenbank reibungslos verläuft.

4Aufrufe

Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

Weiter im RessortWirtschaft